Verwertungsleitlinie

Verwertungsleitlinie der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung mbH


Um seinem gesellschaftlichen Auftrag und seinem Satzungszweck nachzukommen, ist es ein Ziel der
GSI seine Forschungsergebnisse bestmöglich in Wirtschaft und Gesellschaft zu transferieren. Durch
die aktive Verwertung von Forschungsergebnissen trägt das GSI maßgeblich zur Zukunftsfähigkeit
von Wirtschaft und Gesellschaft bei.


Die GSI ist sich dieser Verantwortung bewusst und bestrebt, das generierte Wissen zum Nutzen von
Wirtschaft und Gesellschaft zu schützen und zu verwerten. Kerngedanke der Verwertungsstrategie der
GSI ist es, den Wissens- und Technologietransfer aus dem Forschungsbereich in die Wirtschaft zu
steigern, um auf Basis der von ihnen generierten Werte neue Finanzierungsquellen zu erschließen und
eigene Vermögen aufzubauen, die wiederum der Forschung zugutekommen.


Für seine Transferaktivitäten nutzt das GSI sämtliche Verwertungsoptionen. Hierzu zählen
Publikationen, Vorträge, Weiterbildung, Personalaustausche, Kooperationen, Auftragsforschung,
Lizenzvergaben und Ausgründungen. Für jede Verwertung erfolgt eine Einzelfallbewertung der
jeweils günstigsten Verwertungsoption. Beurteilungsmaßstab ist der gesellschaftliche Nutzens bzw.
die Wohlstandsmehrung, im Falle des Transfers in die Wirtschaft insbesondere auch die erzielbare
Wertschöpfung in Deutschland.


Grundlage dieses Handelns sind insbesondere die von den Beschäftigten erarbeiteten
Diensterfindungen und daraus resultierende Schutzrechte als Vermögenswerte. Darüber hinaus sind
Schutzrechte ein Maßstab für die Kreativität und Leistungsfähigkeit einer Wissenschaftseinrichtung
und tragen zu deren positivem Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit bei.
Im Erfolgsfall der Verwertung ist die GSI angemessen finanziell zu beteiligen. Dies geschieht u. a.
durch die Lizensierung der Technologien sowie das Eingehen von Beteiligungen an Ausgründungen.


Gewerbliche Schutzrechte


Gewerbliche Schutzrechte, insbesondere Patente, sind eine Basis für die erfolgreiche Verwertung von
Technologien und eine Erfolgsbeteiligung der GSI. Schutzrechte stärken auch die Fähigkeit zur
Einwerbung von Drittmitteln für die Forschung. Das GSI baut daher im vorgenannten Sinne ein
werthaltiges Schutzrechtsportfolio auf und aus.


Verwertungsrelevante Regelungen bei Kooperationen und Auftragsforschung


Die GSI trifft in verwertungsrelevanten Verträgen mit Dritten faire und partnerschaftliche Regelungen.
Dabei ist sicherzustellen, dass die Forschungsergebnisse möglichst breit verwertet werden und damit
ein Höchstmaß an gesellschaftlichem Nutzen entsteht. Im Regelfall werden daher bei Kooperationen
nicht exklusive Lizenzen eingeräumt. Bei Auftragsforschung können exklusive Nutzungsrechte
vereinbart werden, die jedoch in der Regel auf die jeweiligen Anwendungsgebiete der betreffenden
Partner*innen begrenzt sind. Im Falle von Verwertungserfolgen der Partner, die auf Forschungsergebnissen
der GSI basieren, ist die GSI finanziell angemessen zu beteiligen.


Ausgründungen und Beteiligungen


Ausgründungen sind ein geeignetes Mittel der Verwertung. Die GSI unterstützt Ausgründungen
(„spin-offs“ und „start-ups“) auf der Basis von Forschungsergebnissen sowie Know how`s in der Vor- und
frühen Nachgründungsphase entsprechend der Ausgründungs- und Beteiligungsleitlinien des
BMBF, um die Umsetzung solcher Ergebnisse in marktreife Produkte und damit die Schaffung von
neuen Arbeitsplätzen voran zu treiben.


In Screenings werden potenzialträchtige Verwertungsthemen an der GSI ausgewählt und durch aktive
Geschäftsfeldentwicklung in einen ausgründungsreifen Zustand überführt. Hierbei werden in
fortgeschrittenen Entwicklungsphasen auch die Möglichkeiten der Entwicklung neuer Geschäftsfelder
ausgeschöpft. Der Umfang der Unterstützung ist abhängig von der strategischen Bedeutung der
Ausgründung für die GSI sowie den Wachstumspotenzialen. Bei Ausgründungen wird im Einzelfall -
parallel zur Lizenzvergabe- das Eingehen finanzieller Beteiligungen geprüft.


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