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Archiv | 2026 | KW:12 |Ausgabe: 12-2026 | 16.03. - 22.03.


Kurier - Mitteilungen von und für Mitarbeitende

Ausgabe: 12-2026 | 16.03. - 22.03.

Nachrichten
Wissenschaftliche Sitzungen/Seminare bei GSI

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Jan Żylicz (1932–2026)

Mit dem Tod von Jan Żylicz am 16. Februar 2026 hat die Gemeinschaft der Kernphysik einen herausragenden Wissenschaftler und hochgeschätzten Kollegen verloren.

Jan Żylicz wurde am 7. Januar 1932 in Góra (nahe Wejherowo, Pommern, Polen) geboren. Er studierte Physik an der Universität Warschau, wo er 1961 promovierte und sich 1967 habilitierte. Nach Forschungsaufenthalten am Niels-Bohr-Institut in Kopenhagen und am CERN gründete er 1972 an der Universität Warschau die Arbeitsgruppe für Kernspektroskopie, die er mehr als zwei Jahrzehnte leitete. Von 1994 bis 2002 war er Direktor des Instituts für Experimentalphysik.

In seiner wissenschaftlichen Arbeit spielte die internationale Zusammenarbeit eine zentrale Rolle. Besonders prägend war die langjährige Kooperation mit der GSI in Darmstadt, die durch enge Kontakte zu Ernst Roeckl und Gottfried Münzenberg gefördert wurde und vielen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Warschau wichtige Forschungsaufenthalte ermöglichte.

Wissenschaftlich leistete Jan Żylicz bedeutende Beiträge zur Kernstrukturphysik, darunter wegweisende Untersuchungen zu Oktupolkorrelationen in den Aktiniden sowie umfangreiche Studien zu exotischen Kernen fern der Stabilität, insbesondere im Bereich des doppelt magischen Kerns ¹⁰⁰Sn. Zu seinen originären Arbeiten gehören die Studien zum isomeren Zustand in ²²⁹Th, einschließlich der Idee von Spin-Mischungsoszillationen in hochgeladenen Ionen. Experimentelle Untersuchungen zu diesen Phänomenen werden heute u.a. am ESR-Speicherring der GSI durchgeführt.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Marian-Smoluchowski-Medaille der Polnischen Physikalischen Gesellschaft sowie die Ernennung zum EPS Fellow.

Jan Żylicz war ein engagierter Mentor, der den wissenschaftlichen Nachwuchs stets förderte - viele seiner ehemaligen Schülerinnen und Schüler wurden später selbst Professorinnen und Professoren. Wir werden ihn nicht nur als herausragenden Physiker in Erinnerung behalten, sondern auch als warmherzigen, freundlichen und inspirierenden Menschen.


Quelle: M. Baj (Universität Warschau)

 

 

 

 

 

 
 
 
 

 

 

 

 

Jan Żylicz (1932–2026)

With the passing of Jan Żylicz on February 16, 2026, the nuclear physics community has lost an outstanding scientist and a highly respected colleague.

Born on January 7, 1932, in Góra (near Wejherowo, Pomerania, Poland), Żylicz studied physics at the University of Warsaw, where he obtained his PhD in 1961 and later his habilitation in 1967. After research stays at the Niels Bohr Institute in Copenhagen and at CERN, he established the Nuclear Spectroscopy Group at the University of Warsaw in 1972 and led it for more than two decades. From 1994 to 2002 he served as Director of the Institute of Experimental Physics.

International collaboration played a central role in his work. In particular, his long-standing cooperation with GSI Darmstadt, fostered through close contacts with Ernst Roeckl and Gottfried Münzenberg, opened important opportunities for young scientists from Warsaw.

Scientifically, Żylicz made important contributions to nuclear structure physics, including pioneering studies of octupole correlations in actinide nuclei and extensive investigations of exotic nuclei far from stability, notably in the region of the doubly magic nucleus ¹⁰⁰Sn. Among his most original ideas were studies of the isomeric state in ²²⁹Th, including the concept of spin-mixing oscillations in highly charged ions. Experimental efforts to explore these phenomena are continuing today also at the ESR storage ring at GSI.

For his achievements he received numerous honours, including the Marian Smoluchowski Medal of the Polish Physical Society and election as an EPS Fellow.

Jan Żylicz was a dedicated mentor who strongly supported young scientists - many of his former students later became professors. He will be remembered not only as an outstanding physicist, but also as a warm, kind, and inspiring person.


Quelle: M. Baj (Warsaw University)

 

Marek Pfützner (University of Warsaw) and Christoph Scheidenberger


  • 18.03. 10:00 Uhr, Roadshow

Roadshow, 2026-03-18 10:00:00 Uhr

Foyer des Südbaus


  • 18.03. 14:00 Uhr, Wissenschaft für Alle

Wissenschaft für Alle, 2026-03-18 14:00:00 Uhr

Großer Hörsaal, SB1 1.201, GSI/FAIR

Bernd Scharbert Volkssternwarte Darmstadt


  • 18.03. 14:00 Uhr, C++ User Group

C++ User Group, 2026-03-18 14:00:00 Uhr

C27 3.010 - C27 Ebene 3, GSI


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