FAIR-GENCO-Jahrestagung und Preisverleihung

21.03.2024

Die diesjährige Jahrestagung der „FAIR-GSI Exotic Nuclei Community (GENCO)“ fand vor Kurzem im Rahmen des „NUSTAR Annual Meeting“ bei GSI/FAIR statt. Neben einem Festkolloquium und der Preisträgersitzung gab es Gelegenheit zu Gesprächen mit vielen Mitgliedern und Freund*innen von GENCO. Den Festvortrag hielt Professor em. Juha Äystö (Univ. Jyväskylä, Finnland) zum Thema „Präzisionsexperimente mit gestoppten exotischen Atomkernen“.

Mit dem Nachwuchspreis für junge Wissenschaftler*innen, dem „Young Scientist Award“, wurde dieses Jahr Dr. Ali Mollaebrahimi von der Justus-Liebig-Universität in Gießen für seine Erkenntnisse auf dem Gebiet der Kernstruktur mittels moderner Flugzeitmassenspektrometer am FRS Ion Catcher und dem TITAN-Experiment am TRIUMF in Vancouver (Kanada) ausgezeichnet.

Der Young Scientist Award wird jährlich von GENCO an herausragende junge Forscher*innen verliehen, die auf dem Gebiet der experimentellen oder theoretischen Kernphysik oder Kernchemie arbeiten und erste eigenständige Erfolge in ihrer Zeit als Postdoktorand*in erzielt haben. Die Gewinner*innen werden von einer international besetzten Jury ausgewählt. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Am Ende der Jahrestagung wechselte die Vizepräsidentschaft von Wolfram Korten (CEA Saclay, Frankreich) zu Zsolt Podolyak (Univ. Surrey, Großbritannien), der am Vortag auch den Vorsitz im „Board of Representatives“ der NUSTAR-Kollaboration übernommen hatte.

Des Weiteren erhielt die FAIR-GENCO-Gemeinschaft Zuwachs von mehreren neuen Mitgliedern, die den „FAIR-GENCO Membership Award“ erhielten:

  • Iain Moore (Univ. Jyväskylä, Finnland) für bedeutende Beiträge zur Laserspektroskopie exotischer Kerne und die Entwicklung eines umfangreichen wissenschaftlichen Programms, das von Grundlagenstudien bis hin zu neuen Anwendungen wie z.B. Kernuhren reicht;
  • Pieter Doornenbal (RIKEN Nishina Center, Japan) für die Leitung mehrerer äußerst erfolgreicher internationaler Kooperationen, darunter mit dem Euroball-RIKEN Cluster Array, mit welchem erstmalige Kernspektroskopie-Experimente am doppelt-magischen Kern 78-Ni möglich wurden;
  • Andrea Jungclaus (CSIC-Madrid, Spanien) für die Entwicklung und Anwendung von Instrumenten und Methoden zur Untersuchung isomerer Zerfälle, magnetischer Momente und anderer Kernstruktureigenschaften der exotischsten Kerne rund um das zweite r-Prozess-Häufigkeitsmaximum an verschiedenen Einrichtungen weltweit;
  • Frédéric Nowacki (Univ. Strasbourg, Frankreich) für die langjährige Zusammenarbeit mit GSI-Experimentiergruppen, die zu einer sehr beeindruckenden Liste hochkarätiger gemeinschaftlicher Publikationen geführt hat;
  • Markus Steck (GSI) für seine entscheidenden, hochspezialisierten Beiträge zur erfolgreichen Realisierung des weltweit einzigartigen Kernphysik-Forschungsprogramms am ESR, insbesondere in Bezug auf die Kühlung und Manipulation radioaktiver Kernstrahlen. (CP)
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