Erster Super-FRS-Quadrupol bei FAIR installiert
29.10.2026 |
Ende September 2026 wurde der erste Quadrupolmagnet für den Super-FRS (SFRS) auf das FAIR-Gelände transportiert und im Targetgebäude des Super-FRS installiert. Der Transport des Qudrupol-Dubletts vom Prüfstand in der Testinghalle auf dem GSI-Campus zum Targetgebäude erfolgte als Schwertransport.
Das 26 Tonnen schwere Dublett wurde mithilfe eines Schwertransporters von der GSI-Testinghalle zum FAIR-Targetgebäude gebracht. Beim Einbau wurde es – analog zur zuvor installierten Targetkammer – mit dem großen Kran über alle drei Ebenen des Gebäudes eingebracht. Der in Neuseeland gefertigte Magnet zählt mit über drei Metern Länge zu den größten Quadrupol-Dubletts, die bislang bei FAIR verbaut wurden, und ist die erste von sechs Magnetenbaugruppen im SFRS-Targetbereich. Er wird später die exotischen Teilchen fokussieren, die in Super-FRS-Target produziert wurden.
Erstes betriebsfähiges Vakuum im Super-FRS
Parallel dazu wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht: Im Super-FRS (Abschnitt „Multiplet 3 – Targetkammer“) wurden Vakuumtests erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde ein Vakuum von 10⁻⁷ mbar erreicht – ein für den Betrieb sehr guter Wert und das erste finale Strahlvakuum im SFRS. Mit dem Einbau des ersten Magneten beginnt nun die schrittweise Komplettierung der SFRS-Beamline im Targetbereich. Ziel ist es, die Strahlführung zügig und kontinuierlich zu installieren.
Der Super-FRS (Super Fragment Separator) ist eine der zentralen Experimentieranlagen von FAIR. Er dient als hocheffektives magnetisches Separatorsystem, um aus einem sekundären Ionenstrahl spezifische, oft sehr kurzlebige Isotope herauszufiltern und für Experimente bereitzustellen. Der Super-FRS ist eine Schlüsselkomponente für die FAIR-Säule NUSTAR (Nuclear Structure, Astrophysics and Reactions). Er wird vielfältige Möglichkeiten bieten, extrem neutronen- oder protonenreiche Kerne zu untersuchen und damit fundamentale Fragen der Kernphysik und Astrophysik zu beantworten. Mit dem nun fortschreitenden Einbau der Magnete und dem Erreichen betriebsfähiger Vakua rückt die Inbetriebnahme dieser zentralen Anlage einen weiteren Schritt näher. (LW)





















