Wissenschaft zum Anfassen auf dem Roßmarkt – Zweites Science Festival der Frankfurt Alliance

22.09.2026

Diese News basiert auf einer Pressemitteilung der Goethe-Universität Frankfurt

Rund 20 Stationen für Besucher*innen haben am Samstag beim zweiten Science Festival Frankfurt Wissenschaft für Menschen jeden Alters anschaulich sichtbar gemacht. Auf der Bühne und an Mitmachstationen auf dem Roßmarkt konnten die Gäste die Forschung der Frankfurt Alliance kennenlernen, eines Zusammenschlusses von 16 Forschungseinrichtungen aus der Region Frankfurt/Rhein-Main. Auch GSI/FAIR gab mit zwei Mitmach-Experimenten Einblick in die Funktion von Teilchenbeschleunigern und die wissenschaftliche Arbeit.

Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Frankfurt Alliance das Science Festival auf dem Roßmarkt. An rund 20 barrierearm zugänglichen Stationen erkundeten die Besucher*innen ein begehbares Herz und einen Neutronenstern zum Anfassen, versuchten sich im Programmieren oder errieten Methoden zur Hirnforschung. Weitere Stationen widmeten sich Themen wie Wehrpflicht, Künstlicher Intelligenz beim Vokabellernen und extremistische Emojis auf Social Media; auch die Mathe-Adler und das Taunus-Observatorium stellten ihre Arbeit interaktiv vor.

Am Stand von GSI/FAIR konnten rund 1.500 große und kleine Besucher*innen an zwei Mitmach-Experimenten erfahren, wie die Teilchen an den Beschleunigeranlagen auf Geschwindigkeit gebracht werden und wie man durch Fusion zweier chemischer Elemente ein neues Element herstellen kann. Bei GSI/FAIR wurden insgesamt sechs Elemente entdeckt, darunter Darmstadtium (benannt nach der Stadt Darmstadt) und Hassium (benannt nach dem Bundesland Hessen).

Auf der Bühne präsentierte Stephan Hübner vom Hessischen Rundfunk Talks, Diskussionen und Shows, darunter ein Mentalmagier, ein Science-Musical und ein Trommelworkshop, der Kinder einlud, die Wissenschaft im Rhythmus zu entdecken. Auch hier war GSI/FAIR gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Biophysik und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit einem Quiz zum Thema „Weltall, Tiefsee oder Körper?“ vertreten. Die jüngsten Besucher*innen erkundeten das Festivalgelände bei einer Rallye und sammelten Stempel an den Stationen.

„Wissenschaft lebt vom Austausch – und genau diesen Austausch wollen wir mit unserem Wissenschaftsfestival fördern. Nach der ersten Ausgabe freuen wir uns, erneut zu zeigen, wie vielfältig und relevant Forschung in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet ist. Ob Astrophysik, Medizin, Klima oder gesellschaftliche Fragen: Wissenschaft begegnet uns überall. Unser Festival bringt Forschende und Öffentlichkeit zusammen, macht aktuelle Forschung verständlich und lädt dazu ein, selbst Fragen zu stellen und Neues zu entdecken. Denn Wissenschaft sollte nicht nur hinter den Türen von Universitäten stattfinden, sondern mitten in der Gesellschaft“, sagte der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Dr. Enrico Schleiff, der das Festival für die Frankfurt Alliance gemeinsam mit der Direktorin am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, Prof. Dr. Melanie Wald-Fuhrmann, sowie dem Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Christoph Degen, eröffnete, der auch bei einer Tour der Stände am GSI/FAIR-Mitmach-Experiment ein Teilchen beschleunigte

„Das Science Festival zeigt, dass Wissenschaft der Gesellschaft dient und macht Wissenschaft erfahrbar. Forschung ist kein Selbstzweck, auch Grundlagenforschung nicht. Wir werden die großen Fragen unserer Zeit nicht ohne Wissenschaft und Forschung bewältigen können. Wie bewältigen wir den Klimawandel? Wie bleiben wir möglichst lange gesund? Wie beenden wir Kriege? Und wie beheben wir Chancenungerechtigkeiten im Bildungssystem? Der gesellschaftliche Nutzen von Forschung ergibt sich mit dem Transfer in die Gesellschaft und der direkte Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, spielt dabei eine wichtige Rolle. Er stärkt das Vertrauen in die Wissenschaft und ist für eine faktenbasierte Meinungsbildung und Entscheidungsfindung unverzichtbar“, sagte Staatssekretär Degen.

Das Bühnenprogramm wurde zu großen Teile in Gebärden- und Lautsprache gedolmetscht und live transkribiert; Hörunterstützung sowie Hilfsmittel für reizempfindliche Besucher*innen standen am Infopoint bereit. (CP)

Die Frankfurt Alliance

Die Frankfurt Alliance entstand 2024 als Zusammenschluss der Goethe-Universität und 15 außeruniversitärer Forschungseinrichtungen aus der Region Frankfurt/Rhein-Main. Das Bündnis umfasst Institute der vier großen Wissenschaftsorganisationen sowie eine Bundeseinrichtung. Die Frankfurt Alliance will durch bessere Vernetzung die wissenschaftliche Zusammenarbeit erleichtern und dazu beitragen, Forschungsthemen besser sichtbar zu machen.

Folgende Institute sind Teil der Frankfurt Alliance:

  • ATHENE – Nationales Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit,
  • Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung,
  • DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation,
  • Ernst Strüngmann Institut (ESI) der Max-Planck-Gesellschaft,
  • Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP,
  • Goethe-Universität Frankfurt,
  • GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH / Facility for Antiproton and Ion Research in Europe (FAIR GmbH),
  • Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE,
  • Max-Planck-Institut für Biophysik,
  • Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik,
  • Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung,
  • Max-Planck-Institut für Hirnforschung,
  • Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie,
  • Paul-Ehrlich-Institut,
  • PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung,
  • Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.
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