HITRAP zieht um und wird zu PARTIH – GSI-Interimslösungen schreiten mit voller Geschwindigkeit voran

30.07.2026

Vor kurzem wurde der HITRAP-Beschleuniger demontiert und aus seinem Experimentierbereich abtransportiert, um ihn als Interims-Injektor für FAIR einzusetzen. Dies ist der erste wichtige Meilenstein im Sub-Projekt PARTIH, welches Ionenstrahlen im Transferkanal zwischen UNILAC und SIS18 bereitstellen wird. Die Teilchenpakete werden dann in SIS-18 weiter beschleunigt und werden die FAIR Inbetriebnahme ermöglichen.

Das Brandereignis im Februar dieses Jahres verhindert den Betrieb des UNILAC-Linearbeschleunigers für mehrere Jahre. Eine GSI-Arbeitsgruppe, unter Leitung von Ralph Aßmann, analysierte die verfügbaren Zukunftsoptionen. Das beinhaltete mögliche Zwischenlösungen, die Ionenstrahlen für die Inbetriebnahme von FAIR und ein reduziertes Wissenschaftsprogramm bereitstellen können, bis der volle UNILAC-Betrieb wiederhergestellt ist. Es wurde entschieden, dass das Umdrehen der HITRAP-Abbremsanlage und seine Nutzung als Beschleuniger der schnellste Weg hin zu Kohlenstoffstrahlen für die FAIR Inbetriebnahme ist. HITRAP wurde kürzlich eingesetzt, um hochgeladene Gold-Ionen abzubremsen und auf eine Oberfläche zu schießen, um die dadurch ausgelösten Veränderungen an der Oberfläche zu untersuchen. PARTIH, umgedreht für HITRAP, wurde zu einem Sub-Projekt im Wiederherstellungsprojekt für GSI-Strahlbetrieb. PARTIH wird von Zoran Andelkovic und Frank Herfurth geleitet.

PARTIH wird eine ECR-Ionenquelle, einen RFQ und eine IH RF-Struktur im GSI-Transferkanal installieren, wo Kohlenstoff-12 (5+) Ionen erzeugt und auf eine Energie von 4 MeV/u beschleunigt werden. Das Ziel ist es, mindestens 10 Millionen Teilchen für die Injektion in SIS18 bereitzustellen. Das wird das erste Programm der FAIR-Inbetriebnahme mit Strahl in 2027 und 2028 ermöglichen. Der erste Meilenstein des Projekts – die Vorbereitung und der Ausbau der bestehenden HITRAP Beschleunigerkomponenten – wurde termingerecht erreicht. Entscheidend für diesen Erfolg war die exzellente Unterstützung durch die technischen Abteilungen trotz deren schon vorher hohen Arbeitsbelastung. In den kommenden Monaten folgen der bereits gestartete, teilweise Ausbau des Transferkanals sowie die Installation von PARTIH bis Anfang 2027. (IP)



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