Gedenken an Günther Rosner

02.04.2026

FAIR und GSI trauern um Prof. Dr. Günther Rosner, einen leidenschaftlichen Physiker, Mitbegründer von FAIR und unablässigen Verfechter des FAIR Projekts. Er ist am 21. März 2026 mit 77 Jahren verstorben.

Günther Rosner hat sich schon früh der Grundlagenforschung in der Kern-, Hadronen- und Medizinphysik verschrieben. Nachdem er sowohl ein Physik- und Medizinstudium an der Universität München und Heidelberg abgeschlossen hatte, hat er sich am Max-Planck-Institut Heidelberg, am Argonne National Laboratory, an der Technischen Universität München und an der Universität Mainz in der Grundlagenforschung engagiert und parallel Rufe als Medizinprofessor und Chefarzt ausgeschlagen.

 

Im Jahr 1999 hat er dann einen Ruf angenommen auf eine renommierte Professur, als „Cargill Chair of Natural Philosophy“ an der Universität Glasgow, verliehen durch die „Royal Society of Edinburgh“. Während seiner zwölfjährigen aktiven Phase an der Universität Glasgow, hat er sich beharrlich für das FAIR-Projekt und die britische Beteiligung daran eingesetzt, und dabei die wissenschaftliche Gemeinschaft in Vereinigte Königreich hinter dem Projekt vereint. Als Vorsitzender von NuPECC war er für den Plan für die langfristige Strategie der europäischen Kernphysik-Gemeinschaft „Long-Range Plan 2010“ verantwortlich, in dem FAIR als oberste Priorität genannt wurde. Im Anschluss an diese Bemühungen trat das Vereinigte Königreich 2013 FAIR als assoziiertes Mitglied bei.

 

Bereits 2004, viele Jahre vor der Unterzeichnung der FAIR-Convention im Jahr 2010, trat Günther Rosner der Arbeitsgruppe für wissenschaftliche und technische Fragen (STI-FAIR) bei, die die Weichen für diesen Schritt und die Gründung der FAIR GmbH stellte. Im Jahr 2011 übernahm er gleichzeitig die Positionen des Forschungsdirektors und des administrativen geschäftsführenden Direktors von FAIR. In dieser Zeit ging der erste größere Bauzuschuss ein, die Baustelle wurde vorbereitet und mehr als 1300 Pfähle mit einer Tiefe von 60 Metern wurden zur Bodenstabilisierung gesetzt, während die Planung konkretisiert und mit dem Bau aller wichtigen Beschleuniger- und Versuchskomponenten begonnen wurde.

 

Günther Rosner überstand Diagnosen, die ihm nur noch kurze Lebenszeit voraussagten, zum Trotz eine ganze Reihe von Erkrankungen. Er war sehr stolz darauf, diese medizinischen Prognosen erfolgreich widerlegt zu haben.

 

Gleichzeitig war er für viele von uns ein verlässlicher Freund und liebte gemeinsame Unternehmungen mit Familie und Freunden, wie zum Beispiel Skifahren, das er bis vor kurzem noch ausübte.

 

Unser Mitgefühl gilt seiner liebevollen Familie und seinen Freunden. Wir vermissen ihn. (IL)



Loading...