GSI-Wissenschaftlerin Kathrin Wimmer hat W3-Professur für Kernstruktur an der Universität zu Köln inne

09.03.2026

Die Physikerin Kathrin Wimmer von GSI/FAIR hat eine W3-Professur für Experimentelle Kernphysik/Kernstruktur an der Universität zu Köln übernommen. Die Berufung unterstreicht ihre herausragende wissenschaftliche Expertise und ist zugleich auch ein Zeichen für die exzellente Förderung von jungen Wissenschaftler*innen bei GSI/FAIR.

Professorin Kathrin Wimmer ist bei GSI/FAIR als Forscherin in der Abteilung Kernspektroskopie tätig. Außerdem koordiniert sie das Projekt LISA (Lifetime measurements with Solid Active targets), das seltene Atomkerne mit innovativen Detektoren und hochauflösender Gammastrahlenspektroskopie misst und über mehrere Jahre Laufzeit mit einem ERC Consolidator Grant gefördert worden ist. Die Physikerin war nach der Verleihung des angesehenen Grants für den praktischen Forschungsteil eigens nach Darmstadt gekommen, um die GSI-/FAIR-Einrichtungen nutzen.

In den vergangenen Jahren hat Professorin Kathrin Wimmer mit ihrem Team im Rahmen des LISA-Projekts ein aktives Target entwickelt. Dabei hat das Team in enger Zusammenarbeit mit den Detektor- und Targetlaboren sowie der Abteilung Experimentelle Elektronik bei GSÍ diamantbasierte Detektoren und die zugehörige Elektronik entwickelt und diese erstmals erfolgreich zur Reaktionsidentifikation mit exotischen Ionenstrahlen eingesetzt. Nach zwei sehr erfolgreiche Strahlzeiten bei GSI/FAIR plant die Forschungsgruppe den Einsatz von LISA in einem Experiment, das darauf abzielt, die Größe von exotischen Atomkernen zu bestimmen und daraus Rückschlüsse auf deren Form zu ziehen. LISA ist damit bereit für den künftigen FAIR-Betrieb, um die einzigartigen Fähigkeiten des entstehenden Beschleunigerzentrums FAIR nutzen.

Professorin Kathrin Wimmer studierte Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, promovierte an der Technischen Universität München und habilitierte sich 2023 an der Universität Heidelberg. Forschungsstationen im In- und Ausland schlossen sich an ihr Studium an, unter anderem als Postdoc im National Superconducting Cyclotron Laboratory in den USA und als Assistenzprofessorin in der Central Michigan University. Weitere Stationen ihrer Forschungskarriere waren die Universität von Tokio und das Ramon y Cajal Fellowship CSIC in Madrid. Seit 2021 forscht sie bei GSI/FAIR. Für ihre Arbeiten ist sie bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Unter anderem erhielt sie für ihre Untersuchungen zur Kernstruktur exotischer instabiler Atomkerne und die Entwicklung neuer Methoden zur Untersuchung sehr kurzlebiger Atomkerne den GENCO Membership Award.

„Wir freuen uns sehr über den akademischen Erfolg von Professorin Wimmer und sind stolz darauf, dass eine unserer Wissenschaftlerinnen diese bedeutende Position übernimmt“, sagte Professor Thomas Nilsson, der Wissenschaftliche Geschäftsführer von GSI und FAIR. „Die Professur von Kathrin Wimmer wird die enge Zusammenarbeit zwischen GSI/FAIR und der Universität zu Köln weiter stärken und neue Impulse für die Erforschung der Kernstruktur setzen.“ (BP)

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