FAIR-GENCO-Jahrestagung 2026 und Preisverleihung des Young Scientist Award

03.03.2026

Die Jahrestagung der FAIR-GSI Exotic Nuclei Community (GENCO) fand auch in diesem Jahr im Rahmen des „NUSTAR Annual Meeting“ bei GSI/FAIR statt. In einem Festkolloquium erfolgte sowohl die Verleihung des Nachwuchspreises an Dr. Michail Athanasakis-Kaklamanakis vom Joint Institute for Laboraroy Astrophysics (JILA), University of Colorado, als auch der FAIR-GENCO-Mitgliedschaft an drei Wissenschaftler*innen. Den Festvortrag hielt Professorin Alexandra Gade von der Michigan State University (MSU) und Facility for Rare Isotope Beams (FRIB) zum Thema „Wie neue Anlagen eine neue Ära der Forschung mit exotischen Atomkernen einläuten – Beispiele aus FRIB”.

Dr. Michail Athanasakis-Kaklamanakis erhielt den Nachwuchspreis, den „Young Scientist Award“, für die Entwicklung radioaktiver Molekülstrahlen und deren Nutzung zur Erforschung grundlegender Eigenschaften in Kernen fernab der Stabilität und des elektrischen Dipolmoments des Elektrons. Der Young Scientist Award wird jährlich an hervorragende Nachwuchsforschende verliehen, die auf dem Gebiet der experimentellen oder theoretischen Kernphysik oder Kernchemie arbeiten. Ausgewählt werden die Gewinner*innen von einer hochrangig besetzten internationalen Jury. Vorschläge kann jedes FAIR-GENCO-Mitglied einreichen. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 1.000 € dotiert.

Ferner wurden folgende Mitglieder in die FAIR-GENCO-Community aufgenommen und mit dem „FAIR-GENCO Membership Award“ geehrt:

  • Catalin Borcea (IFIN-HH, Rumänien) für seine zahlreichen Beiträge zu grundlegenden Themen der Kernphysik an verschiedenen Einrichtungen in Europa und für die bedeutenden Leistungen, die er für die FAIR-Wissenschaft und das FAIR-Projekt im Allgemeinen erbracht hat.
  • Magdalena Górska (GSI) für ihren Einfluss auf das Gebiet der Kernstrukturforschung an den Grenzen der Stabilität, ihre Pionierrolle bei verschiedenen Experimentkampagnen mit gestoppten exotischen Strahlen und die neuen Standards, die sie für die In-Beam-Gammaspektroskopie exotischer Kerne setzte, insbesondere für ihre herausragenden Beiträge zum Verständnis der Kernstruktur und der Proton-Neutron-Wechselwirkungen in der Nähe des doppelt magischen Kerns 100Sn.
  • Béatriz Jurado (LP2I Bordeaux, Frankreich) für die Entwicklung neuartiger Detektoren und die Durchführung eines originären wissenschaftlichen Programms zu neutroneninduzierten Kernreaktionen in Speicherringen und deren Anwendungen in der nuklearen Astrophysik und der Kernenergieforschung. (CP)
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