GSI-Aufsichtsrat und Geschäftsführung beschließen Maßnahmen für schnelle Wiederherstellung des Forschungsbetriebs
18.02.2026 |
Nach dem Brandereignis bei GSI am 5. Februar 2026 hat sich der GSI-Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung am 13. Februar mit dem Lagebild befasst und Sofortmaßnahmen diskutiert und beschlossen. Fokus sind jetzt unmittelbar erforderliche Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen, alternative Lösungen für die Wiederherstellung des Forschungsbetriebes sowie die Inbetriebnahme von FAIR und Überbrückungsmöglichkeiten für Forschende, die kurzfristig auf Experimentierbetrieb am Beschleuniger angewiesen sind.
Mit seinen Beschlüssen unterstreicht der Aufsichtsrat seine Entschlossenheit, die Folgen des Brandereignisses konsequent zu bewältigen und die internationale Spitzenstellung des Forschungsstandorts nachhaltig zu sichern.
Daher begrüßt der Aufsichtsrat die Einrichtung einer gemeinsamen Task-Force unter Beteiligung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt, des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie der Geschäftsführung. Diese Taskforce soll bei der optimalen Koordination und Umsetzung der oben genannten Maßnahmen unterstützen.
Der Aufsichtsrat bittet die Geschäftsführung ferner um zügige Ausarbeitung von Vorschlägen zur Fortführung eines geeigneten wissenschaftlichen Programms. Dazu zählen insbesondere kurzfristige Maßnahmen zur Bereitstellung von Strahlzeiten für Experimente und das FAIR-Commissioning.
Ort des Brandereignisses und wissenschaftlich-technische Hintergründe
Der Brand war am 5. Februar gegen 6 Uhr im Bereich der elektrischen Hochspannungsversorgung für den Linearbeschleuniger UNILAC der GSI-Anlage entstanden, vermutlich durch einen Kurzschluss. Der Teilchenbeschleuniger war zu dem Zeitpunkt nicht in Betrieb gewesen, es liefen technische Vorbereitungen für eine anstehende vierwöchige Beschleunigerbetriebsphase ohne wissenschaftliche Experimente. Derartige Betriebsphasen sind ein regelmäßiger Vorgang, um den Beschleuniger für den eigentlichen Wissenschaftsbetrieb zu optimieren.
Die weitere Beschleunigeranlage nach dem UNILAC, der am Anfang der Beschleunigerstruktur von GSI liegt, ist von dem Brandereignis zwar nicht betroffen. Doch ohne die elektrische Hochspannungsversorgung des Linearbeschleunigers UNILAC lässt sich die weitere Beschleunigeranlage und infolgedessen die damit verbundene Forschung nicht betreiben.
Das Brandereignis ist dank des professionellen Feuerwehreinsatzes und der funktionierenden Brandschutzsysteme auf das UNILAC-Gebäude beschränkt geblieben. Daher sind viele Bereiche auf dem GSI-Campus nicht von dem Brand und seinen Folgen betroffen. Dies gilt auch für den Ringbeschleuniger SIS18 und die damit verbundenen Experimentiereinrichtungen, den Höchstleistungslaser PHELIX und das Rechenzentrum Green IT Cube. (IP)













