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Neues internationales Forschungsnetzwerk für nukleare Astrophysik

19.12.2019

Diese Meldung basiert auf einer Pressemitteilung der Michigan State University

Das ExtreMe Matter Institute (EMMI) mit seinen Forschungsgruppen an der Technischen Universität Darmstadt und dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung wird sich an einem neuen Forschungsnetzwerk von Netzwerken für die nukleare Astrophysik beteiligen. Die US National Science Foundation (NSF) fördert das Joint Institute for Nuclear Astrophysics – Center for the Evolution of the Elements (JINA-CEE) unter der Leitung der Michigan State University (MSU) mit Mitteln in Höhe von zwei Millionen US-Dollar für den Aufbau des neuen International Research Network for Nuclear Astrophysics (IReNA).

Insgesamt vereint IReNA fünf Forschungsverbünde: Neben EMMI werden das europäische Netzwerk "Chemical Elements as Tracers of the Evolution of the Cosmos" (ChETEC), der Sonderforschungsbereich "The Milky Way System", das Japan Forum of Nuclear Astrophysics UKAKUREN und die internationale Nucleosynthesis Grid Collaboration (NuGRID) Mitglieder sein.

IReNA besteht aus sieben Universitäten als Kerninstituten in den Vereinigten Staaten und umfasst 62 assoziierte Institutionen in 17 Ländern. Die kombinierten Infrastruktur- und Forschungskapazitäten, die den IReNA-Wissenschaftlern zur Verfügung stehen, werden das Verständnis des Ursprungs der chemischen Elemente und der Eigenschaften dichter Kernmaterie beschleunigen.

Im Zeitalter der Multimessenger-Astronomie werden extreme astrophysikalische Umgebungen wie Supernovae und Neutronensternverschmelzungen mit Hilfe von  Gravitationswellen, sichtbarem Licht, Infrarotlicht, Röntgenstrahlen, Gammastrahlen, Radiowellen und Neutrinos untersucht. IReNA ist ein Anschub zum richtigen Zeitpunkt für die Gemeinschaft der nuklearen Astrophysik. Die Menge und der Umfang der nuklearen und astrophysikalischen Daten und Fachkenntnisse, die zur Beantwortung offener Fragen über das Universum benötigt werden, kann nicht von einem einzigen Land bereitgestellt werden. IReNA schafft die notwendigen Kommunikationskanäle und Strukturen für Zusammenarbeit. Gemeinsam haben die Wissenschaftler von IReNA Zugang zu einer Vielzahl von Beschleunigern, astronomischen Observatorien, experimenteller Ausrüstung, Daten und Computercodes.

IReNA wird auch Austauschprogramme, innovative Workshops und Tagungen schaffen, die die Netzwerkkommunikation und die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses fördern.

"Dies ist ein innovativer Ansatz für die Wissenschaft. Es ist auch eine einzigartige Gelegenheit für junge Forscher, sich fachübergreifend zu bilden und Erfahrungen in der Zusammenarbeit in großen Teams zu sammeln", sagte Hendrik Schatz, Direktor von JINA-CEE und IReNA.

Das ExtreMe Matter Institute EMMI am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt wurde 2008 als Netzwerk deutscher und internationaler Partnerinstitutionen, darunter JINA-CEE, gegründet. Das neue IReNA-Netzwerk umfasst im Rahmen von EMMI mehrere Forschungsgruppen an der Technischen Universität Darmstadt und bei GSI. EMMI widmet sich der Förderung der interdisziplinären Erforschung von Materie unter extremen Bedingungen von Temperatur und Dichte. Mehr als 400 Wissenschaftler an den 13 Partnerinstitutionen von EMMI untersuchen verschiedene Formen stark gekoppelter Materie unter extremen Bedingungen, darunter die heißeste, kälteste und dichteste Materie im Universum. Überraschenderweise sind diese sehr unterschiedlichen Materieformen in ihrer theoretischen Beschreibung durch gemeinsame Konzepte verbunden. EMMI fungiert auch als Think Tank für die Strategie zukünftiger Experimente, beispielsweise an der Beschleunigeranlage FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research), die sich derzeit bei GSI im Bau befindet.

Die NSF-Förderung ist Teil des Programms Accelerating Research through International Network to Network Collaborations (AccelNet). AccelNet wurde entwickelt, um den Prozess wissenschaftlicher Entdeckungen zu beschleunigen und die nächste Generation von US-Forschern auf internationale Kooperationen mit vielen Forschergruppen vorzubereiten. Das AccelNet-Programm unterstützt strategische Verbindungen zwischen US-amerikanischen Forschungsnetzwerken und komplementären Netzwerken im Ausland, die Forschungs- und Bildungsressourcen nutzen, um große wissenschaftliche Herausforderungen anzugehen, die erhebliche koordinierte internationale Anstrengungen erfordern. (CP)

Weitere Informationen:

 


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Neues Netzwerk
Die US National Science Foundation (NSF) fördert das Joint Institute for Nuclear Astrophysics – Center for the Evolution of the Elements (JINA-CEE) unter der Leitung der Michigan State University (MSU) mit Mitteln in Höhe von zwei Millionen US-Dollar für den Aufbau des neuen International Research Network for Nuclear Astrophysics (IReNA).
Bild: National Superconducting Cyclotron Laboratory

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