Helmholtz Academy for Intrapreneurship.
HAFIS
Projektbasiertes Lernen statt geballte Bildungsprogramme steht im Vordergrund der Academy. Entlang eines eigen gestalteten Transferprojekts werden Forschenden Skills vermittelt, die sie zum Identifizieren von Transferpotenzialen und zum Umsetzen benötigen. Dabei setzt die Academy bei bereits erzielten Forschungsergebnissen, vorhandenen Fähigkeiten und bestehenden Interessen der Teilnehmenden an und unterstützt sie bei der Entwicklung und Umsetzung einer passenden Projektidee mit Praxisbezug. Deshalb hält HAFIS das Spektrum an Transferformaten offen. Potenziale können von Wissens- über Technologietransfer bis zu Gründungen reichen. Begleitet werden die Teilnehmenden von Coaches und Experten. Folglich erlangen sie Kompetenzen und qualifizieren sich für ihre eigene Karriere.
Alle weiteren Informationen zu der Academy finden sich auf der offiziellen HAFIS Webseite: www.hafis.info
"Die Academy ist die perfekte Gelgenheit für alle Forschende der GSI & FAIR, die mit ihrer Forschung einen konkreten gesellschaftlichen Beitrag leisten wollen. Lerne Transferpotentiale zu erkennen, Projekte erfolgreich umzusetzen und schaffe damit die Basis zum EInwerben finanzieller Mittel für deine Abteilung und Forschung."
Bisheriger HAFIS Projekte von GSI/FAIR
C.LEO.PATRA - Clear Low Earth Orbit From Space Trash

Die kommerzielle Raumfahrt hat in den letzten Jahren eine Vielzahl von Kommunikationssatelliten in die niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Diese ermöglichen weltweiten Internetzugang, haben aber nur eine Lebensdauer von wenigen Jahren und verglühen anschließend in der Atmosphäre. Mit dem wachsenden Weltraumverkehr steigt das Risiko von Kollisionen mit anderen Satelliten oder Weltraummüll. Dies könnte Forschung und Raumfahrt langfristig unmöglich machen. Die Entfernung von Weltraummüll ist schwierig, da die Partikelgrößen stark variieren – insbesondere Objekte zwischen 1 und 10 cm sind kaum erfassbar und lassen sich nicht abschirmen. Bodengebundene Radarsysteme erkennen zudem nur Objekte ab etwa einem Meter Größe.
C.LEO.PATRA eröffnet einen Weg zur Detektion und Entfernung von Weltraummüll, insbesondere von Objekten im Zentimeterbereich. Ein neuartiges weltraumgestütztes Hochintensitäts-Lasersystem soll die Erkennung von Weltraummüll in bis zu 100 km Entfernung ermöglichen und anschließend die Trümmer in seinem Sichtfeld verdampfen. Möglich wäre dies durch die kohärente Kombination ultrakurzer Hochleistungslasersysteme.
Laser-Cutter in the Hot-Cell

Der Klimawandel und der steigende Energiebedarf treiben die Welt zu grünen und alternativen Lösungen. Die Kernenergie und die Forschung auf atomarer Ebene liefern dabei wichtige Beiträge für nachhaltige Energiequellen. Bei dieser Forschung kommen Geräte zum Einsatz, die radioaktiv werden können. Um solche Materialien sicher zu handhaben, werden sogenannte „Hot Cells“ genutzt. Eine Hot Cell ist ein abgeschirmter Raum, in dem autorisierte Personen radioaktive Materialien fernbedient, z. B. mit robotischen Armen oder Manipulatoren, bearbeiten. Dabei werden radioaktive Komponenten zerschnitten und zur Lagerung vorbereitet. Herkömmliche Schneidverfahren wie Kreis- oder Kettensägen erzeugen jedoch Staub, Partikel und sekundären Abfall. Sie kontaminieren die Oberfläche der Hot Cell, was Reinigungsaufwand, Personal und Kosten verursacht.
Eine Lösung bietet der Einsatz von Laserschneidern in der Hot Cell. Sie ermöglichen fernbedientes Arbeiten, erzeugen kaum sekundären Abfall, reduzieren die Kontamination und verringern den Arbeitsaufwand sowie die Aufenthaltszeit im aktiven Bereich. Zudem ermöglichen sie präzises Markieren und Kartieren radioaktiver Materialien.
B.R.I.D.G.E.

B.R.I.D.G.E. (Build, Research, Integrate, Develop, Generate, Engage) ist ein strategisches Modell, das die Lücke zwischen wissenschaftlichem Wissen und praktischer Anwendung im naturwissenschaftlichen Unterricht schließen will – mit Fokus auf Innovation, Kreativität und praxisnahem Lernen. Es richtet sich an Studierende, Promovierende und Postdocs als künftige Führungskräfte in Wissenschaft und Technik. Das Modell führt von grundlegenden wissenschaftlichen Konzepten hin zur Entwicklung innovativer Lösungen und fördert aktiv die Beteiligung an Innovationsprozessen. Es basiert auf Kooperationen mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen und bietet Zugang zu jungen Talenten, neuen Technologien, Mentoring und Sponsoring. Veranstaltungen wie die „Night of Innovation“ verbinden Innovation und Networking. Die finanzielle Basis bilden institutionelle Mittel, Industriesponsoring und Einnahmen aus größeren Bildungsveranstaltungen. B.R.I.D.G.E. ist skalierbar, zukunftsorientiert und will Wissenschaftsausbildung langfristig innovationsgetrieben gestalten.
Die Booklets der letzten Jahre
FAQ
Was ist Intrapreneurship?
Unter Intrapreneurship wird hier unternehmerisches Denken und Handeln verstanden, das Forschende darin bestärkt, Chancen für Transferprojekte zu erkennen, diese aufzugreifen und Ressourcen zu deren Umsetzung zu mobilisieren.
Was macht die Academy so besonders?
Anders als der oft praktizierte Ansatz, Forschende durch umfangreiche Bildungsprogramme für Transferprojekte zu befähigen und auf die anschließend eigenständige Umsetzung zu setzen, stehen beim Ansatz von HAFIS das projektbasierte Lernen und die praktische Umsetzung im Vordergrund. Dafür setzt die Academy bei bereits erzielten Forschungsergebnissen, vorhandenen Fähigkeiten und bestehenden Interessen der Teilnehmenden an und unterstützt die projektbasierte Qualifizierung, in der die Teilnehmenden Potenziale für Transferprojekte in ihrer eigenen Forschung entdecken, konkrete Projektideen erarbeiten und diese prototypisch umsetzen können. Das zentrale Merkmal der Academy ist, dass die Teilnehmenden Teams bilden, in denen sie Werkzeuge des Intrapreneurships anhand eigener Projekte erlernen und erproben, von erzielten Projektergebnissen motiviert werden und einen Intrapreneurial Spirit entwickeln.
Wer kann an der Academy teilnehmen?
Für die Academy können sich alle Mitarbeitenden der GSI und FAIR bewerben. Bezüglich der fachlichen Ausrichtung der Teilnehmenden macht HAFIS keine Einschränkungen. Das heisst das Format ist für alle Forschungsthemen und fachlichen Disziplinen offen. Um die Effektivität einer Academy zu stärken, wird jedoch jeder HAFIS-Durchlauf unter einen übergeordneten thematischen Schwerpunkt gestellt (z.B. „Klimaschutz CO2-Neutralität“), der zu allen beteiligten Zentren passt.
Welche Ressourcen werden bereitgestellt?
Personelle Ressourcen: Um personelle Verfügbarkeitsengpässe zu überwinden werden Personen eingebunden, die selbst nicht forschend tätig sind, aber ein großes Interesse haben, sich in Transferprojekte einzubringen. GSI/FAIR arbeitet eng mit der TU Darmstadt oder der Goethe-Universität in Frankfurt zusammen. Dort finden sich solche Adressaten häufig in Hochschulgruppen oder in projektbasierten Lehrprogrammen. Aber auch manche Freelancer engagieren sich zur eigenen Fortbildung in Transferprojekten. Den HAFIS-Teilnehmenden werden von der Stabsabteilung Technologietransfer unterstützt und bekommen entsprechende Möglichkeiten zur Ergänzung der Teamkapazitäten aufgezeigt sowie Wege vermittelt, wie sie diese Ressourcen mobilisieren können.
Finanzielle Ressourcen: Jedes Team erhält ein eigenes Budget von 1.500 EUR, das für kleinere Anschaffungen wie Prototypmaterialien, Dienstleistungen oder projektbezogenen Reisen eingesetzt werden kann.
Wie ist die Academy organisiert?
Das HAFIS-Konsortium besteht aus dem KIT (Konsortialführer), dem FZJ, der GSI sowie dem HZDR. In Person werden die Zentren durch Mitglieder der Transferstellen vertreten. Der Aufbau von HAFIS besteht aus fünf Parteien: Den Teilnehmenden und den aus ihnen geformten Projektteams, den unterstützenden Projektpaten, einem Organisations-Team je beteiligtem Zentrum, einer zentralen Academy-Koordination und einem Beirat.
Die Projektteams: Die Teilnehmenden starten zunächst einzeln in die Academy und entwickeln während des Durchlaufs zusammen mit anderen Projektideen und dazu passende Teams mit ca. drei bis vier Mitgliedern. So soll Interdisziplinarität gefördert werden. Dabei rekrutieren sich die Mitglieder eines Teams in der Regel aus einem Helmholtzzentrum. Zentrenübergreifende Teams sind aber möglich und sogar wünschenswert.
Die Projektpaten: Zusätzlich wird jedem Projektteam zur inhaltlichen Unterstützung ein Projektpate zugeordnet. Dieser Pate kommt aus der Wirtschaft bzw. ist Teil einer für das Projekt wichtigen Zielgruppe (z.B. Politik). Dies hilft dem Team die Adressaten ihres Projekts und deren (Markt-)Umfeld besser zu verstehen. Projektpaten können Alumni des jeweiligen Zentrums oder Mitarbeitende von Partnerunternehmen sein.
Das Organisations-Team: An den beteiligten Zentren wird HAFIS jeweils von dezentralen Academy-Teams organisiert. In diesen Teams werden je nach Anzahl der Teilnehmenden ein bis zwei Coaches etabliert. Sie übernehmen die Betreuung und Befähigung der Teilnehmenden. Die Coaches haben Erfahrung in der Organisation und Durchführung von Workshops und bringen gute Kenntnisse von Methoden aus dem Bereich des Innovationsmanagements (z.B. Design Thinking, Opportunity Identification) mit. Die HAFIS-Teams an den Zentren sind in der jeweiligen Transferstelle angesiedelt und können relevante Personen (z.B. aus dem Innovationsmanagement) einbeziehen. So wird eine enge Verzahnung mit bestehenden Angeboten, gegenseitiges Lernen und eine nachhaltige Betreuung von Projekten über die Academy hinaus gefördert.
Die HAFIS-Koordination: Die HAFIS-Koordination organisiert den Erfahrungsaustausch zwischen den Coaches der Zentren. Ferner legen die Konsortialpartner in diesem Rahmen auch zentrenübergreifende Meilenstein-Events und weitere gemeinsame Ereignisse fest. Dies unterstützt die Einheitlichkeit der Academy sowie das Lernen voneinander und sorgt für kontinuierliche Verbesserung. Ergänzend übernimmt die HAFIS-Koordination die Kommunikation nach außen und die Konsortialführerschaft. Dementsprechend werden hier Fähigkeiten des Projektmanagements, der digitalen Kommunikation und des Eventmanagements benötigt.
Der Beirat: Die zuständigen Vorstandsmitglieder der beteiligten Zentren oder geeignete Vertretungen bilden mit einem Mitglied der Helmholtz-Geschäftsstelle einen Beirat, der jährlich tagt. Der Beirat unterstützt die Academy und repräsentiert sie in der Helmholtz-Gemeinschaft.
Wie finanziert sich die Academy?
HAFIS wird zu 50% durch den Impuls und Vernetzungsfonds von Helmholtz im Rahmen des Förderprogramms "Transferkampagne" und zu 50% aus Eigenmitteln finanziert. Antragssteller sind die Helmholtzzentren GSI, KIT, HZDR und das Forschungszentrum Jülich. Die Mittel werden für einen Zeitraum von 3 Jahren bereitgestellt, beginnend am 01.04.2023.
Kontakt
Eine Initiative von:
Gefördert von


Start der nächsten Academy: TBA
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