Unterweisung für Mitarbeiter*innen

Rechtliche Grundlagen

Grundlage: GefStofV, §14 (2)

Gefahrstoffverordnung 

 

Regelwerk nachzulesen in: TRGS 555

TRGS 555 

Allgemeines

Die Mitarbeiter*innen müssen anahnd der Betriebsanweisung über alle auftretenden Gefährdungen und entsprechenden Schutzmaßnahmen, vor Aufnahme der Beschäftigung und danach mindestens einmal jährlich arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogen mündlich unterwiesen werden. Außerdem müssen bei Änderungen der Betriebsanweisung Unterweisungen durchgeführt werden.

Durchgeführt werden die Unterweisungen von den Vorgesetzten, jedoch ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich die Durchführung der Unterweisung sicherzustellen.

Bei der Durchführung der Unterweisung ist auf die Erfahrung der Mitarbeiter*innen einzugehen. Unerfahrene Mitarbeiter*innen müssen besonders umfassend unterrichtet werden.

Die Sensibilität und Eigenverantwortung der Mitarbeiter*innen wird durch eine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung gefördert.

Sollte ein Vorgesetzter aufgrund der vorhandenen Gefahrstoffe und Gefährdungsbeurteilung Hilfe bei der Unterweisung benötigen, können Arzt oder Ärztin, beziehungsweise Gefahrstoffbeauftage hinzugezogen werden.

Inhalte

1. spezifische Gefährdungen bei Tätigkeiten und Vorhandensein von Gefahrstoffen

2. Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten und Vorhandensein von Gefahrstoffen

3. Verhaltensregeln bei Tätigkeiten und Vorhandensein von Gefahrstoffen

4. Methoden und Verfahren im Hinblick auf die Sicherheit

5. Hinweise zum Verständnis und Zugangsmöglichkeit zum Gefahrstoffverzeichnis

6. Hinweise zum Verständnis und Zugangsmöglichkeit zu relevanten Sicherheitsdatenblätter

7. mögliche Aufnahmepfade der Gefahrstoffe

8. Begrenzung der Exposition durch Schutz- und Hygienemaßnahmen

9. Wirkung und Symptome der Gefahrstoffe

10. vorhandene persönliche Schutzausrüstung

11. richtiger Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung

12. Wechselwirkung mit nicht tätigkeitsbezogenen Expositionen (Tabak, Alkohol und Drogen)

13. Nutzen der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach ArbMedVV für die Prävention von Gesundheitsstörungen erläutern

14. bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden oder keimzellenmutagenen Gefahrstoffen der Kategorie 1A oder 1B ist auf die Wunschvorsorge hinzuweisen

15. die arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung auf die Stoffgruppe mit der höchsten gesundheitlichen Gefährdung spezifizieren

 

Durchführung

1. mündlich

2. arbeitsplatzbezogen

3. tätigkeitsbezogen

4. lernpsychologische und arbeitspädagogische Erkentnisse beachten

5. für vergleichbare Gefährdungen können gemeinsame Unterweisungen durchgeführt werden

6. Vorkenntnisse und Fähigkeiten sind zu beachten

7. in verständlicher Form und Sprache

8. der Arbeitgeber hat sich davon zu überzeugen, dass die Inhalte der Unterweisung verstanden wurden

9. Themen, Inhalte, Teilnehmer, Name des Unterweisenden und das Datum sind schriftlich festzuhalten

10. die Mitarbeiter*innen müssen die Teilnahme mit einer Unterschrift bestätigen

11. der Nachweis der Unterweisung ist mindestens zwei Jahre aufzubewahren


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