Allgemeines zu KMR-Stoffen – krebserzeugend, mutagene und reproduktionstoxische Substanzen

Grundlage für das weitere Vorgehen bildet die Gefährdungsbeurteilung, in der die Gefährdung durch die mögliche Exposition gegenüber krebserzeugenden oder keimzellmutagenen Stoffen beurteilt wird.

Informationen, für welche Stoffe ein Expositionsverzeichnis geführt werden muss finden Sie unter:

Im Expositionsverzeichniss müssen folgende Informationen festgehalten werden:

  • Name, Geburtsdatum der/des Mitarbeitenden
  • Informationen zu verwendeten Stoffen (eindeutiger Name und Produkt-ID, Bezeichnung von Tätigkeiten bzw. Verfahren (gem. TRGS 906))
  • Zeitraum der Tätigkeit
  • Höhe, Dauer und Häufigkeit der Exposition
  • ggf. Änderungsdaten, wenn sich am Arbeitsplatz oder den Beurteilungskriterien etwas ändert
  • ggf. detailliertere Beschreibungen der Situation

Das Expositionsverzeichnis und die zugehörigen Informationen müssen 40 Jahre lang aufbewahrt werden.

Auf Nachfrage muss der/dem Mitarbeitenden ein Auszug erstellt werden, der die sie/ihn betreffenden Informationen enthält.
Jedem Mitarbeitenden und der Mitarbeitenden-Vertretung müssen anonymisierte Informationen zur Verfügung gestellt werden.
Auch den Betriebsärzt*innen und weiteren mit der Sicherheit der Mitarbeitenden beauftragten Personen muss Einblick gegeben werden.

Die Rechte im Hinblick auf den Datenschutz der Mitarbeitenden sind zu beachten. 

Über den Organisationsdienst für nachgehende Untersuchungen (ODIN) können die Mitarbeitenden auch nach Ausscheiden aus der GSI regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen angeboten bekommen. Die Meldung bei ODIN erfordert die Zustimmung des Mitarbeitenden.

ZED der DGUV: https://www.dguv.de/ifa/gestis/zentrale-expositionsdatenbank-(zed)/index.jsp

ODIN (Organisationsdienst für nachgehende Untersuchungen): http://www.odin-info.de/

 


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