Front-ends und Kommunikation


Die Gruppe Front-ends und Kommunikation (FE) betreut die Software der gerätenahen Ebene des Kontrollsystems. Die Aufgabe umfasst die Software auf den Front-end Systemen (den Geräte-Steuerrechnern), die die Geräte des Beschleunigers ansteuern und in einheitlicher Form modellieren, sowie die Remote-Zugriffe auf diese Geräte-Modellierung. Die Software der Geräte-Steuerrechner realisiert, getriggert durch Events des Timing Systems, die zeitgenaue Ansteuerung der Geräte im Beschleuniger. Geräte werden als unabhängige Objekte modelliert, deren Eigenschaften über Properties abgebildet werden. Die Remote-Zugriffe stellen einheitliche Zugriffsmechanismen auf die Properties aller Geräte bereit. Das Arbeitsgebiet umfasst sowohl das bestehende GSI Kontrollsystem als auch die Neuentwicklungen für das zukünftige GSI/FAIR Kontrollsystem.

Innerhalb des GSI Kontrollsystems, das seit 1988 in der GSI eingesetzt ist und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wurde, betreut die Gruppe derzeit etwa 300 Geräte-Steuerrechner mit MIL-Bus Anschluss, die zusammengefasst sind in etwa 45 VME-Rahmen mit je einem übergeordneten Master-Prozessor ("Gruppen-Micro"), der die Geräte-Modellierung implementiert und die Netzwerk-Verbindung realisiert. Zusätzlich zu den VME-Systemen werden auch Intel-Basierte PCs als Geräte-Steuerrechner unterstützt, die seit einiger Zeit ebenfalls in der Beschleuniger-Steuerung verwendet werden. Insgesamt werden etwa 50 verschiedene Gerätetypen unterstützt. Da die Funktionalität der Pulszentralen von Unilac, SIS und ESR sowie der Chopperansteuerung des Unilac überwiegend in Software realisiert ist, obliegt der Gruppe auch die Betreung dieser Komponenten.

Im Rahmen des Aufbaus des zukünftigen GSI/FAIR Kontrollsystems betreut die Gruppe das in einem Gemeinschaftsprojekt zwischen CERN und GSI gemeinsam weiterenwickelte FESA framework. Ferner ist die Gruppe auch für die Entwicklung eines Großteils der zukünftigen FESA-Klassen verantwortlich, mit denen die spezifische Ansteuerung und Modellierung der Geräte im FAIR/GSI Beschleuniger-Komplex erfolgen wird. Es wird von einigen Dutzend zu erstellenden FESA-Klassen ausgegangen, die auf mehreren tausend Front-end Systemen laufen werden. Die Gruppe muss sicherstellen, dass Zugriffe auf die Front-end Gerätemodellierungen sowohl über die bisherigen Remote-Zugriffsmechanismen als auch über die für FESA verwendeten Mechanismen gleichermaßen möglich ist.

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