Informationen zur Umstellung auf Windows 10

Warum muss auf Windows 10 umgestellt werden?

Der erweiterte Support, d.h. die Bereitstellung auf Sicherheitsupdates seitens Microsoft, für Windows 7 endet am 14. Januar 2020. An diesem Tag wird Microsoft das letzte Mal Sicherheitsupdates für Windows 7 verteilen. Betriebssysteme, für die der Hersteller keine Sicherheitsupdates mehr verteilt, sind als unsicher anzusehen und müssen daher umgestellt werden. Sobald im Februar 2020 dann Sicherheitsupdates für neuere Windows Versionen verteilt, steigt das Risiko für Windows 7 massiv an und dann werden wir Geräte, die noch nicht auf Windows 10 umgestellt worden sind, vom Netzwerk aussperren bzw. separieren, falls diese aus technischen Gründen nicht umgestellt werden können.

Wie erfolgt die Umstellung?

Es wird eine Sicherung des Windows 7 Systems durchgeführt, der Festplatteninhalt wird gelöscht und danach erfolgt eine neue Installation von Windows 10.

Aktuell werden die Geräte noch in der PC-Werkstatt umgestellt, aber wir sind bereits in der erweiterten Testphase der Umstellung auf Windows 10 über das Softwarecenter. Diese erfolgt in Zusammenarbeit mit IT-Verantwortlichen einiger Abteilungen.

Das endgültige Ziel ist, dass Sie eigenständig die automatisierte Installation via Softwarecenter starten und diese zum Beispiel dann über Nacht durchgeführt wird. Über den genauen Beginn dieser finalen Phase (wahrscheinlich im Mai) werden wir separat und ausführlich informieren.

Warum wird eine Neuinstallation durchgeführt und kein Upgrade?

Von daheim kennen Sie eventuell die Möglichkeit des direkten Upgrades von Windows 7 auf Windows 10 bei der, im besten Falle, die installierten Programme und Daten erhalten blieben. Diese Option besteht bei der von uns gewählten Version von Windows 10 („Windows 10 Enterprise 2016 LTSB“) leider nicht (Link zu Microsoft).

Warum wird die LTSB Version dann eingesetzt?

Die LTSB-Versionen (ab Version 2019 heißt es LTSC) bieten einen Supportzeitraum von 10 Jahren nach Ersterscheinung, dh. wir bekommen für die Version „Windows 10 Enterprise 2016 LTSB“ bis ins Jahr 2026 Sicherheitsupdates von Microsoft. Die nicht-LTSB/LTSC Versionen bekommen maximal 3 Jahre Sicherheitsupdates, deren Einsatz würde somit den Aufwand für Tests und Inbetriebnahme massiv erhöhen.

Wie sieht die zukünftige Strategie bei Windows 10 aus?

Wir werden neu erscheinende Windows 10 LTSC Versionen als direktes Upgrade, d.h. unter Beibehaltung aller lokalen Daten und installierten Programme, über das Softwarecenter bereitstellen.

Was ist mit zuvor installierten Programmen, wie bekomme ich diese wieder?

  1. Bei jeder zentral verwalteten Windows Installation werden folgende Programme immer installiert:
    - Mozilla Firefox
    - Adobe Acrobat Reader
    - WinRAR
    - PDFCreator
    - Virenscanner
     
  2. Abhängig von der jeweiligen Lizenzzuweisung des Gerätes wird bei der automatisierten Installation von Windows 10 folgendes zusätzlich installiert:
    - Microsoft Office 2016
    - Microsoft Visio 2016
    - Microsoft Project 2013
    - Microsoft Skype
    - CorelDraw X7
    - CorelDraw X8
    - Adobe Acrobat Pro DC
    - Doxis WinCube
     
  3. Software aus dem Link zum Softwarecenter
    - können Sie sich nach der Windows 10 Installation wieder aus dem Softwarecenter installieren, wie z.B. SAP oder VLC Media Player
    - für einzelne Geräte extra freigeschaltete Software aus dem Softwarecenter ist dort auch wieder verfügbar, wie z.B. Autodesk Autocad oder Origin 
    Bitte achten Sie bei Installationen aus dem Softwarecenter immer auf die Beschreibung, z.B. muss das Gerät nach der Installation von SAP zwingend neu gestartet werden, weil SAP ansonsten nicht funktionieren wird.
     
  4. Manuell installierte Software (entweder von der IT oder sonstigen Anwendern mit Administrationsrechten) muss nach der Windows 10 Installation erneut manuell installiert werden, sofern diese nicht mittlerweile im Softwarecenter verfügbar ist.

Was passiert mit meinem Windows 7 Benutzerprofil?

In einem Benutzerprofil werden (fast) alle Ihren Benutzer betreffenden Einstellungen gespeichert. Standardmäßig wird das Profil auf dem Server gespeichert, sichtbar auf Ihrem Homelaufwerk Q:\.

Aufgrund von Änderungen im Betriebssystem muss für Windows 10 zwingend ein separates, neues Profil angelegt werden. Daher finden Sie auf Ihrem Homelaufwerk 2 Profile:

  • Windows 7 speichert die Einstellungen unterhalb des Ordners Config.V2 und
  • Windows 10 unterhalb von Config.V6.

Bei der Übernahme der wichtigsten Einstellungen und Daten hilft Ihnen unsere Windows 10 Dokumentation Erstes Einloggen Windows 10.

Hier wird ausführlich und bebildert dargestellt, wie Sie die folgenden Dinge aus Ihrem Profil von Windows 7 zu Windows 10 umziehen können:

  • Ihre Dateien und Verknüpfungen vom Desktop
  • Favoriten (vom Internet Explorer) und Lesezeichen (von Mozilla Firefox)
  • Outlook-Signaturen
  • Netzlaufwerke
  • Netzwerkdrucker

Des Weiteren gibt es noch allerhand nützliche Informationen rund um Windows 10 und dessen neuer Oberfläche, Energieoptionen, usw.

Was passiert mit meinen Eigenen Dateien?

Damit passiert während der Umstellung gar nichts, diese sind und bleiben weiterhin am gleichen Ort verfügbar Q:\documents.

Was passiert mit lokalen Konten bei der Neuinstallation?

Lokale Konten sind nach der Neuinstallation nicht mehr vorhanden. Das betrifft auch Localadmins, die bis Ende 2018 angelegt worden sind. Wir empfehlen deshalb VORAB den Umstieg von lokalen auf zentrale Konten, so dass Sie nach der Neuinstallation den Localadmin sofort einsetzen können. Natürlich können wir dies auch im Nachhinein umstellen.

Seit 2019 legen wir keine lokalen Localadmin-Konten mehr an, sondern es werden Benutzerkonten im Active Directory (so wie Ihr Standardbenutzerkonto) angelegt. Dies hat einige Vorteile gegenüber der lokalen Anlage, z.B.:

  • das Konto ist auch nach einer Neuinstallation des Gerätes noch vorhanden
  • das Konto wird mit der E-Mailadresse des Standardbenutzer verknüpft und erhält somit eine Benachrichtigungsmail, bevor das Passwort abläuft
  • Sie benötigen nur ein einziges Konto, auch wenn Sie auf mehreren Geräten ein Localadmin-Konto haben.

Für Anforderungen bezüglich der Umstellung von lokal auf zentral schreiben Sie bitte eine E-Mail an localadmin-service(at)gsi.de.

Bereits bestehende Genehmigungen behalten auch nach der Neuinstallation ihre Gültigkeit, d.h. es muss nicht erneut genehmigt sondern nur umgestellt werden.

Haben Sie noch weiterführende Fragen, so senden Sie bitte eine E-Mail an windows-service.