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Entdeckungsreise in die Welt der Elementarteilchen – Virtuelle Masterclass mit GSI/FAIR am Schuldorf Bergstraße

25.11.2020

Wie entstand das Universum? Woraus bestehen wir? Was untersucht die „Weltmaschine“ am CERN? Solchen Fragen konnten Wissenschaftsinteressierte in der Woche der Teilchenwelt vom 2. bis 8. November 2020 nachgehen. In ganz Deutschland luden die Standorte von Netzwerk Teilchenwelt zum Streifzug durch die Forschung auf dem Gebiet der Teilchen- und Astroteilchenphysik ein. Auch GSI und FAIR beteiligten sich an einer Online-Masterclass zur Auswertung von Messdaten des CERN-Experiments ALICE, die gemeinsam mit der AG MINT-Zentrum am Schuldorf Bergstraße durchgeführt wurde.

30 Wissenschaftsstandorte, darunter auch GSI und FAIR, haben sich zum Netzwerk Teilchenwelt zusammengeschlossen. Zum diesjährigen zehnten Geburtstag des Netzwerks bündelten die beteiligten Forschungseinrichtungen besonders viele Veranstaltungen und stellten die ganze Bandbreite der Forschung vor – vom Higgs-Teilchen über Neutrinos bis zu Schwarzen Löchern und Supernovae als gigantischen Teilchenschleudern.

Auch GSI und FAIR beteiligten sich am 5. und 6. November an einer Online-Masterclass zur Auswertung von Messdaten aus Teilchenkollisionen des ALICE-Experiments. An der virtuellen Veranstaltung nahmen sieben Schüler*innen der AG MINT-Zentrum am Schuldorf Bergstraße teil. Neben der Datenauswertung gehörten auch ein Austausch mit anderen Masterclass-Gruppen per Videokonferenz sowie eine virtuelle Führung durch den ALICE-Aufbau zum Programm. ALICE ist eins der vier Großexperimente des CERN und beschäftigt sich insbesondere mit Schwerionenstößen von Bleiatomkernen. Von Anfang an war GSI beim Aufbau und Betrieb von ALICE maßgeblich beteiligt.

Im Netzwerk Teilchenwelt sind etwa 200 Forscherinnen und Forscher aktiv. Sie haben sich vorgenommen, vor allem Jugendliche und Lehrkräfte mit ihrer Begeisterung für Teilchenphysik anzustecken und sie für MINT-Fächer zu begeistern. Dazu bieten sie das ganze Jahr über Projekttage in Schulen, Schülerlaboren oder Museen an. Die Jugendlichen können als Teilchenphysiker*innen für einen Tag echte Daten vom CERN auswerten, Teilchen aus dem Weltall nachspüren oder mit Wissenschaftler*innen über die Entstehung und den Aufbau des Universums diskutieren. Workshops und Projektwochen für besonders interessierte Schüler*innen finden am CERN in Genf sowie an Forschungseinrichtungen in Deutschland statt.

Die Woche der Teilchenwelt gehört zum Jubiläumsprogramm der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Die weltweit größte physikalische Fachgesellschaft ist Schirmherrin von Netzwerk Teilchenwelt und blickt in diesem Jahr auf ihr 175-jähriges Wirken zurück. Die Woche der Teilchenwelt wird unterstützt von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung.

„Netzwerk Teilchenwelt“ wird im Rahmen des Projekts KONTAKT (Kommunikation, Nachwuchsgewinnung und Teilhabe der Allgemeinheit an Erkenntnissen auf dem Gebiet der kleinsten Teilchen) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Projektleitung ist an der TU Dresden. (Netzwerk Teilchenwelt/CP)

Weitere Informationen

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Blick in den ALICE-Detektor am Forschungszentrum CERN.
Mit dem ALICE-Detektor aufgezeichnete Teilchenspuren.
GSI war von Beginn am Aufbau und Betrieb des ALICE-Detektors beteiligt.
Die farbigen Linien stellen die rekonstruierten Flugbahnen der aus der Kollision entstandenen geladenen Teilchen dar. Die orangefarbenen Türme stellen die von den elektromagnetischen Kalorimetern gemessene Energie dar. Die grüne Trajektorie in der Vorwärtsregion entspricht einem Myon, das das spezielle Spektrometer durchquert.
Foto: J. Ordan, CERN
Bild: ALICE/CERN

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