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Renommierter Preis für Friedrich-Karl Thielemann

09.10.2020

Diese Meldung basiert auf einer Pressemitteilung der Astronomischen Gesellschaft e. V.

Friedrich-Karl Thielemann erhält für seine Forschungen an der Schnittstelle zwischen Kernphysik und Astronomie die Karl-Schwarzschild-Medaille, den renommiertesten Preis in Deutschland auf dem Gebiet der Astronomie und Astrophysik. Seit 2018 ist Thielemann nach seiner Emeritierung Gastwissenschaftler bei GSI und setzt seine preisgekrönte Forschung zum Ursprung der Elemente im Universum in Zusammenarbeit mit den Theoriekollegen fort. Diese Arbeiten sind von großer Bedeutung für das zukünftige Experimentierprogramm an FAIR und auch schon für das laufende FAIR-Phase-0-Programm.

Durch den Einsatz von Theorie im Vergleich mit Experimenten und Beobachtungen leistete Friedrich-Karl Thielemann enorme Beiträge zum Verständnis von Sternexplosionen. In seinen zahlreichen herausragenden theoretischen Studien sagte er Reaktionseigenschaften von Atomkernen quer über die Nuklidkarte voraus, darunter auch für hoch instabile Kerne. Während seiner mehr als 40-jährigen Karriere gelang es ihm den Kreis von der Kernphysik über das Studium der Entwicklung von Sternen bis zu Sternexplosionen, der damit verbundenen Bildung schwerer Elemente sowie der daraus resultierenden chemischen Entwicklung von Galaxien zu schließen. Er lieferte damit in herausragender Weise die Grundlagen für die extremsten Ereignisse im Universum, von Supernovaexplosionen vom Typ Ia, über Novae und Röntgenstrahlenausbrüche, Kernkollapssupernovae und Hypernovae, bis hin zu verschmelzenden Neutronensternen. Seine Leidenschaft, das Rätsel der Entstehung der Elemente im Universum zu lösen, führte zu einem beruflichen Werdegang rund um den Globus. Als emeritierter Professor im Forschungsbereich Kosmologie und Teilchenphysik der Universität Basel setzt er seine Forschungen auch als Gastwissenschaftler am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt fort. Paolo Giubellino, wissenschaftlicher Geschäftsführer von GSI und FAIR, drückte seine Freude über diese Anerkennung für Thielemann aus: "Wir freuen uns, dass dieser prestigeträchtige Preis an eine herausragende Persönlichkeit der nuklearen Astrophysik geht. Thielemann ehrt unser Zentrum, indem er es in den Jahren als Emeritus als sein Heimatinstitut gewählt hat. Er ist ein äußerst aktiver Wissenschaftler, der aktiv mit den anderen Kern- und Astrophysikern auf dem Campus zusammenarbeitet, sowohl mit Theoretikern als auch mit Experimentalphysikern. Er ist ein großer Gewinn für uns, mit großem Einfluss auf eines der wichtigsten FAIR-Forschungsprogramme." Thielemann ist seit 1978 Mitglied der Astronomischen Gesellschaft. (AG/LW)

Pressemitteilung der Astronomischen Gesellschaft e. V.

 


 

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Friedrich-Karl Thielemann
Foto: Rina Wiedmer (SCNAT)

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