Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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Uwe Niedermayer erhält DPG-Nachwuchspreis für Beschleunigerphysik

21.09.2020

Dr. Uwe Niedermayer hat den Nachwuchspreis für Beschleunigerphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) erhalten. Gewürdigt werden damit seine wissenschaftlichen Leistungen bei der Entwicklung von Simulationsprogrammen, die unter anderem zur Auslegung und Berechnung künftiger Beschleuniger bei GSI/FAIR und am CERN eingesetzt werden, und seine Beiträge zur Realisierung eines lasergetriebenen Beschleunigers auf einem Mikrochip.

Niedermayer ist am Institut für Teilchenbeschleunigung und Elektromagnetische Felder (TEMF) am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität Darmstadt tätig. Er arbeitet dort in der Fachgruppe von Professor Oliver Boine-Frankenheim, dem Leiter der GSI-Abteilung Beschleunigerphysik. Uwe Niedermayer hat in seiner Doktorarbeit auch Simulationsrechnungen für die Auslegung des Ringbeschleunigers SIS100 vorgenommen, dem Herzstück des FAIR-Beschleunigerzentrums, das derzeit bei GSI entsteht.

Den Preis erhält Uwe Niedermayer für seine herausragenden, im Rahmen seiner Promotion und ersten Forschungsphase erbrachten wissenschaftlichen Leistungen. Ein von ihm erdachtes Beschleunigungsschema gilt als einer der wichtigsten Durchbrüche auf dem Weg zu einem neuartigen lasergetriebenen, dielektrischen Elektronenbeschleuniger auf einem Mikrochip. Gleichzeitig steuert Niedermayer mit seiner Forschung wichtige Beiträge auf dem Gebiet der Hochtemperatur-Dünnfilm-Supraleiter für die Designstudie des am CERN in Genf geplanten Future Circular Collider (FCC) bei.

„Durch seine Arbeiten hat sich Uwe Niedermayer bereits nach einer relativ kurzen Forschungsphase ein international hohes Ansehen und eine große Wertschätzung erworben. Seine Aktivitäten lassen weitere herausragende Forschungsergebnisse in näherer Zukunft erwarten“, heißt es in der Würdigung. Der von der DPG und ihrem Arbeitskreis Beschleunigerphysik (AKBP) verliehene Forschungspreis dient der Förderung der Beschleunigerphysik als eigenständiges Forschungsgebiet in Deutschland und wird an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an deutschen Universitäten oder Forschungseinrichtungen vergeben, deren Promotion nicht länger als fünf Jahre zurückliegt und die sich durch herausragende, originelle und eigenständige Forschungsbeiträge profiliert haben.

Überreicht wurde der Preis auf dem Machine-Learning-Seminar der DPG im Physikzentrum Bad Honnef. Bei der Veranstaltung wurde die Darmstädter Beschleuniger-Expertise noch ein weiteres Mal durch eine Preisverleihung gewürdigt: Dr. Bernhard Franzke konnte den Horst-Klein-Preis des DPG-Arbeitskreises Beschleunigerphysik in Empfang nehmen, der sich an international ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler richtet, die sich durch herausragende Leistungen von großer Tragweite und hoher Originalität profiliert haben. Der Preis war ihm im Frühjahr verliehen worden (wir berichteten), konnte zu diesem Zeitpunkt aber nicht überreicht werden.Bernhard Franzke war lange Jahre in leitender Position Beschleuniger-Physiker bei GSI und maßgeblich an Bau und Entwicklung des UNILAC, des ESR und vieler Experimente beteiligt. In den Jahren 2000 bis 2005 hat er maßgeblich das Konzept der Speicherringe bei FAIR entwickelt. (BP)


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Uwe Niedermayer ist mit dem DPG-Nachwuchspreis für Beschleunigerphysik ausgezeichnet worden..
Foto: privat

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