Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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Millionenabkommen für die Forschung zwischen GSI und JINR unterzeichnet

18.05.2020

Die Forschungszusammenarbeit vertiefen, Spitzenforschung und Nachwuchsförderung stärken – das sind einige der wesentlichen Intentionen der "Deutsch-Russischen Roadmap für die Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation", die Deutschland und Russland im Dezember 2018 vereinbart haben. Ein wichtiger Schritt in diesem Rahmen war die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und dem Joint Institute for Nuclear Research (JINR).

Zu den Zielen der Deutsch-Russischen Roadmap gehört die Ausweitung der Zusammenarbeit an großen Forschungsinfrastrukturen in Russland. Eines der dafür identifizierten Projekte ist die Instrumentierung und wissenschaftliche Nutzung der zukünftigen Beschleunigeranlage NICA (Nuclotron-based Ion Collider fAcility), die derzeit in Dubna beim JINR entsteht. Die deutschen Beiträge zu dieser Kooperation werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und durch GSI ausgestaltet. Dazu wurde ein Kooperationsabkommen zwischen JINR und GSI ausgearbeitet, das einen Gesamtumfang von rund 20 Millionen Euro hat. Es wurde Anfang Februar in Moskau während der “Helmholtz-Wintergespräche 2020”, einer traditionellen Veranstaltung für den Meinungsaustausch zwischen Entscheidungsträgern aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft in Russland und Deutschland, unterzeichnet.

Das Abkommen über die technische Kooperation zwischen GSI und JINR besteht aus mehreren Teilprojekten: Koordination und technischer Follow-up, stochastische Kühlung für den NICA-Collider, Silizium-Tracking-System für das NICA-Experiment BM@N sowie Ausleseelektronik und Datenerfassung für dieses Experiment, Forschung und Entwicklung für den supraleitenden Hochintensitäts-Ioneninjektor Linacs@JINR und schließlich noch Strahldiagnose und LLRF-Elektronik für Linearbeschleuniger. Als nächster Schritt werden derzeit die Details dieser sechs Unterprojekte ausgearbeitet.

Professor Paolo Giubellino, der das Abkommen gemeinsam mit Professor Vladimir Kekelidze, Vize-Direktor des JINR für das Wissenschaftsprojekt NICA, unterzeichnet hat, sagte: „Ich bin sehr erfreut über die neue Kooperation, die auf einer bereits bestehenden, sehr guten Basis zwischen beiden Instituten aufbauen kann.“ Die Zusammenarbeit zwischen GSI und JINR blickt auf eine lange Tradition zurück und umfasst sowohl die Forschung an den existierenden Beschleuniger- und Experimentieranlagen beider Partner als auch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für künftige Forschungsinfrastrukturen wie den beiden Beschleunigerzentren FAIR und NICA, die derzeit in Darmstadt bei GSI und in Dubna am JINR entstehen. „Die Vereinbarung bietet hervorragende Möglichkeiten, unsere Zusammenarbeit in Zukunft noch weiter zu stärken und vielversprechende neue Perspektiven in den Bereichen Forschung und technologische Innovationen zu eröffnen.“ (BP)


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Mit einem neuen Abkommen zwischen GSI und JINR vertiefen Deutschland und Russland ihre Forschungszusammenarbeit.
Im Foto, das Anfang Februar beim „Helmholtz-Wintergespräch 2020“ entstanden ist, von links: Dr. Stefan Kaufmann, Mitglied des Deutschen Bundestags, Professor Grigory Trubnikov, Erster stellvertretender Minister des Ministeriums für Wissenschaft und Bildung der Russischen Föderation, Professor Otmar Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Professor Vladimir Kekelidze, Vize-Direktor des JINR für das Wissenschaftsprojekt NICA, Professor Paolo Giubellino, Wissenschaftlicher Geschäftsführer von GSI und FAIR, Professor Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Professor Andrey Fursenko, Berater des Präsidenten der Russischen Föderation.
Foto: Helmholtz

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