Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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FAIR-Projekt: Auftragsvergabe für Rohbauten auf dem Baufeld Süd

28.04.2020

Im Mega-Bauprojekt FAIR beginnt eine weitere wichtige Etappe. Während die Rohbauarbeiten im Baufeld Nord voranschreiten, ist nun ein erstes großes Leistungspaket für das Baufeld Süd vergeben worden. Damit erfolgen die nächsten entscheidenden Realisierungsschritte für das künftige Beschleunigerzentrum FAIR, das derzeit beim GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt entsteht.

Die Vergabe dieses großen Auftrags im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich geht an die Arbeitsgemeinschaft der Firmen Züblin und Strabag in Deutschland. Die Bauleistungen umfassen die Rohbauten für sechs Gebäude und eine einzigartige Experimentiereinrichtung – den Supraleitenden Fragmentseparator (Super-FRS).

Nach den bereits im Nordbereich laufenden Bauarbeiten für das künftige Groß-Experiment CBM, eine der vier zentralen Säulen des FAIR-Forschungsprogramms, wird nun mit dem Bau eines weiteren entscheidenden Forschungsbereichs mit herausragendem Entdeckungspotenzial für die Wissenschaft begonnen. Im Super-FRS wird es um Forschungsfragen zu Kernstruktur und Wechselwirkungen extrem seltener, exotischer Teilchen gehen. Mit höchsten Intensitäten werden diese neuen Isotope erzeugt, am Super-FRS separiert und für weltweit einmalige Experimente zur Verfügung gestellt, um kosmische Materie im Labor zu untersuchen.

Zur Realisierung dieser wegweisenden Infrastruktur für die Forschung beinhaltet das Vergabepaket außerdem die Rohbauten für weitere Experimentier- und Versorgungsgebäude sowie Transferstrecken für die Ionenstrahlen. Der Technische Geschäftsführer von GSI und FAIR, Jörg Blaurock, betonte: „Mit der aktuellen Auftragserteilung setzen wir einen weiteren Baustein unserer für das Mega-Projekt FAIR maßgeschneiderten Vergabestrategie entsprechend unserer Planung um. Nun rücken der zweite große Baubereich im Süden des FAIR-Areals sowie weitere Teile der Hightech-Ausstattung in den Fokus auf unserem Weg zur Realisierung von FAIR. Wir werden auch hier mit unserer bereits etablierten integrierten Gesamtplanung in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Planung und Ausführung fortfahren.“

Parallel und eng abgestimmt mit dem Fortschritt auf dem Baufeld läuft die Entwicklung und Fertigung der entsprechenden Hightech-Komponenten, die insbesondere für den Super-FRS benötigt werden. Dazu gehören beispielsweise spezielle leistungsstarke Stromrichter sowie supraleitende Magneteinheiten, die später im Super-FRS der Strahlkorrektur dienen, um einen hochpräzisen Teilchenstrahl zu erreichen.

Das FAIR-Projekt ist eines der weltweit größten Bauvorhaben für die internationale Spitzenforschung. Insgesamt wird die hochkomplexe FAIR-Beschleunigeranlage auf einer Fläche von rund 150.000 Quadratmeter 20 Bauwerke umfassen. Für das Bauprojekt werden rund zwei Millionen Kubikmeter Erde bewegt und 600.000 Kubikmeter Beton sowie 65.000 Tonnen Bewehrungsstahl ver­baut. Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt werden FAIR nutzen, um in herausragenden Experimenten neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums zu gewinnen. (BP)


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Blick auf das FAIR-Baufeld.
An zahlreichen Stellen auf der Großbaustelle kommt die Realisierung des FAIR-Projekts voran.
FAIR-Fotomontage
Die Entwicklung schreitet voran: Rechts im Foto ist der nördlicher Teil des Baufelds mit dem Tunnel für den großen Ringbeschleuniger SIS100 zu sehen, im Hintergrund links die bestehenden GSI-Gebäude, davor ein Teil des südlichen Baufelds, das nun immer stärker entwickelt wird.
Das Foto zeigt im Überblick vorne den SIS100-Ringbeschleuniger, in der Mitte seinen Anschluss durch das zentrale Kreuzungsbauwerk an die Strahlführung der gesamten Anlage, und im Hintergrund die beiden Betonmischanlagen.
Foto L. Möller/GSI/FAIR
Foto: I. Peter/GSI/FAIR
Grafik: ion42/FAIR

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