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Kooperationsvereinbarung trotz Coronakrise – European XFEL und FAIR unterzeichnen Vertrag in Videokonferenz

07.04.2020

Eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit, ein sogenanntes „Memorandum of Understanding (MoU)“, haben vor Kurzem die internationale Röntgenlaser-Forschungseinrichtung European XFEL und das internationale Beschleunigerzentrum FAIR unterzeichnet. Aufgrund der Coronakrise fand die Unterzeichnung in einer gemeinsamen Videokonferenz der Beteiligten statt. Voraus ging ein virtueller Seminarvortrag von Professor Paolo Giubellino, Wissenschaftlicher Geschäftsführer von GSI und FAIR, und Jörg Blaurock, Technischer Geschäftsführer von GSI und FAIR, über den Status und die Perspektiven des FAIR-Projekts. An Vortrag und Unterzeichnung nahmen über 60 Zuschauerinnen und Zuschauer in der Videokonferenz teil. European XFEL und FAIR haben viele Gemeinsamkeiten: Beide sind beschleunigerbasierte Forschungslabors, die einer breiten internationalen Forschungsgemeinschaft dienen. Beide befinden sich im Besitz internationaler Gesellschafter, wobei nach Deutschland die Russische Föderation die Hauptrolle spielt. Ebenfalls sind beide sogenannte Landmarks der Roadmap des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI).

Im Rahmen der Kooperation wollen FAIR und European XFEL ihre bewährten Verfahren (best practices), ihr Wissen und ihre Resultate teilen und fördern. Dies soll beispielsweise durch die Organisation von gemeinsamen wissenschaftlichen und technischen Veranstaltungen wie Workshops oder Seminaren erfolgen. Ein Austausch ist sowohl in administrativen und organisatorischen Bereichen wie etwa der Kostenstruktur oder dem Umgang mit wissenschaftlichen Nutzern, als auch im wissenschaftlichen Umfeld durch gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte oder die Abordnung von Personal geplant.

In dem MoU würdigen beide Partner die Wichtigkeit der Kooperation zwischen großen Wissenschaftsprojekten auf administrativer und technischer Ebene als Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit in der Entwicklung sozialer und ökonomischer Systeme und zur Verbesserung der Lebensstandards in ihnen. Durch die Stärkung der Zusammenarbeit sollen Synergien bei der Industriekooperation ausgelotet sowie die Gewinnung von wissenschaftlichen und technischen Ergebnissen unterstützt werden, die technologische Innovationen und sozioökonomische Entwicklungen voranbringen.

„Mit dem Memorandum of Understanding eröffnen wir neue Möglichkeiten für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen European XFEL und FAIR auf vielen verschiedenen Ebenen. Wir freuen uns auf gemeinsame Aktivitäten und regen kollegialen Austausch“, erklärte Professor Paolo Giubellino. Jörg Blaurock ergänzte: „Neben dem administrativen und wissenschaftlichen Zusammenwirken ist uns bei FAIR insbesondere auch die Förderung der technologischen Seite durch Technologietransfer und Industriekooperation ein großes Anliegen. Hier möchten wir mit European XFEL Synergien ermitteln und gemeinsames Potential ausschöpfen.“

European-XFEL-Geschäftsführer Professor Robert Feidenhans’l erklärte: „European XFEL und FAIR sind beide internationale Einrichtungen der Spitzenforschung, die einer breit gefächerten wissenschaftlichen Gemeinschaft dienen. Wir haben viele gemeinsame Erfahrungen und Forschungsinteressen und freuen uns sehr auf eine engere Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen und Kollegen bei FAIR. Wir möchten unser Wissen kombinieren, um die internationale Wissenschaft voranzubringen und zu bereichern.“

Gelten soll die Vereinbarung für einen Zeitraum von fünf Jahren, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere fünf Jahre. GSI und FAIR sind bereits langjährig sowohl mit European XFEL, als auch mit dessen Gründungslabor und deutschem Gesellschafter, dem Deutschen Elektronensynchroton DESY, freundschaftlich verbunden, das wie GSI zur Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gehört. (CP)

Weitere Informationen:

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Screenshot aus der Videokonferenz
Screenshot aus der Videokonferenz.
Professor Paolo Giubellino (r.) und Jörg Blaurock präsentieren den unterzeichneten Vertrag.
Auf Seite des European XFEL unterzeichnete Professor Robert Feidenhans'l die Kooperationsvereinbarung.
Foto: GSI/FAIR
Foto: GSI/FAIR

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