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FAIR erhält drei Millionen Euro aus EU-Projekt CREMLINplus für Zusammenarbeit von CBM und NICA

04.12.2019

Die Europäische Kommission fördert die wissenschaftliche Zusammenarbeit von europäischen Forschungsinfrastrukturen – insbesondere der Projekte des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) mit den Megascience-Projekten in Russland – mit 25 Millionen Euro. Von dieser EU-Förderung profitiert auch die langjährige Zusammenarbeit des GSI Helmholzzentrums für Schwerionenforschung mit dem Joint Institute for Nuclear Research (JINR) in Dubna bei den Großprojekten FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) und NICA (Nuclotron-based Ion Collider fAcility).

Im Rahmen des neuen EU-Projekts CREMLINplus (Connecting Russian and European Measures for Large-scale Research Infrastructures - plus) erhält die FAIR GmbH drei Millionen Euro Fördergeld für die Zusammenarbeit des FAIR-Experiments CBM (Compressed Baryonic Matter) mit den Experimenten am zukünftigen NICA-Collider am JINR.

Mit CREMLINplus, das Anfang 2020 startet, werden zusätzlich über einen Zeitraum von vier Jahren weitere elf Institute der CBM-Kollaboration aus sieben Ländern darüber hinaus mit 2,6 Millionen Euro gefördert.

Unterstützt wird die gemeinsame Entwicklung von Silizium-Spurdetektoren, die Konzeption ultra-schneller, selbstgetriggerter Datenaufnahmesysteme, die Entwicklung von Software-Paketen zur Online-Ereignis-Selektion und zur Datenanalyse, sowie der Bau von Targetkammern, von extrem dünnen Strahlrohren und von Kalorimetern zur Ereignis-Charakterisierung.

In einem weiteren Arbeitspaket wird unter der Leitung des GSI-Detektorlabors an der Entwicklung der nächsten Generation ultradünner Silizium Pixelsensoren (MAPS – Monolithic Active Pixel Sensors) gearbeitet. Diese Silizium-Pixel-Detektoren ermöglichen es, die Experimentspuren mit höherer Genauigkeit örtlich zu vermessen. Gerade für spezielle, nur selten bei Kollisionen entstehende Teilchen ist eine sehr gute Ortsauflösung zur Identifizierung erforderlich.

GSI und FAIR können dabei vor allem ihre Kompetenz und langjährige Erfahrung in den Bereichen Detektortechnologien, Frontend-Elektronik, Datenakquisition sowie bei Simulationen und Datenanalyse einbringen.

Neben der Zusammenarbeit von CBM und NICA wird im Rahmen von CREMLINplus auch die Kooperation von europäischen Forschungsinfrastrukturen im Bereich der Neutronenforschung, der Forschung mit Synchrotronstrahlen und mit Lasern, sowie in der Teilchenphysik mit den jeweiligen russischen Megascience-Projekten (PIK, USSR, EXCELS und SCT) unterstützt.

Der Wissenschaftliche Geschäftsführer von GSI und FAIR, Professor Paolo Giubellino, zeigte sich sehr erfreut über die Förderung: „GSI und FAIR konnten durch ihren Erfolg in wettbewerbsorientierten Förderprozessen erneut ihre Exzellenz unterstreichen. CREMLINplus wird neueste Technologien, die entscheidend für den Forschungserfolg an künftigen Beschleunigeranlagen sind, weiter voranbringen und den Mehrwert von Kooperationen großer Forschungseinrichtungen unter Beweis stellen. Die starke internationale Perspektive des Projekts ist wichtig für Spitzenforschung, die auf lebendigen Kooperationen über Ländergrenzen hinweg basiert.“ (BP)


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Teilchenspuren
Gruppenfoto
Simulation erzeugter Teilchenspuren aus Gold-Gold-Kernkollisionen im Silizium-Tracking-Systems des CBM-Experiments.
Mitglieder des CREMLINplus-Teams aus der CBM-Forschungsabteilung und des Detektorlabors.
Grafik: CBM Kollaboration
Foto: J. Heuser

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