/fileadmin/oeffentlichkeitsarbeit/logos/_svg/01_50_Years_GSI.svg

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

/fileadmin/oeffentlichkeitsarbeit/logos/_svg/FAIR_Logo.svg
/fileadmin/oeffentlichkeitsarbeit/logos/_svg/2017_H_Logo_RGB_untereinander_DE.svg

Gefördert von

Außenstellen

FAIR-GSI-Doktorandenpreis 2019 für Kristian König

Foto: G. Otto, GSI

Verleihung des FAIR-GSI-Doktorandenpreises

 

13.11.2019

Dr. Kristian König wurde mit dem FAIR-GSI-Doktorandenpreis 2019 ausgezeichnet. Der Preis, der jährlich verliehen wird, ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von Pfeiffer Vacuum gestiftet. Übergeben wurde der Preis vor Kurzem im Rahmen des GSI-FAIR-Kolloquiums durch Professor Karlheinz Langanke, Forschungsdirektor von FAIR und GSI, und Daniel Sälzer, Geschäftsführer der Pfeiffer Vacuum GmbH.

Die Doktorarbeit von Kristian König zum Thema „Laser-Based High-Voltage Metrology with ppm Accuracy“ wurde an der Technischen Universität Darmstadt in der Arbeitsgruppe von Professor Wilfried Nörtershäuser angefertigt. Die präzise Messung hoher Spannungen von einigen 10.000 Volt ist in vielen Bereichen der Technik notwendig. Präzisionsexperimente in der Physik erfordern teilweise Genauigkeiten bis auf ein Millionstel der gemessenen Spannung (1 ppm = 1 part per million). Kristian König ist es gelungen, solche Spannungen mit Hilfe eines Lasers zu messen. Dazu werden Ionen (positiv geladene Atome) mit der zu messenden Spannung beschleunigt und dann der Einfluss der Geschwindigkeit auf die "Farbe" (die Frequenz) des von den Ionen ausgesandten Lichtes gemessen. Dabei macht man sich den Dopplereffekt zunutze, den man aus dem täglichen Leben kennt: Kommt ein Krankenwagen mit Martinshorn mit hoher Geschwindigkeit auf den Beobachter zu, hört er einen deutlich höheren Ton, als wenn der Wagen stehen würde. Entfernt sich der Krankenwagen, wird der Ton hingegen tiefer. Wird die Tonhöhe (die Frequenz) gemessen und ist die des ruhenden Martinshorns bekannt, kann man auf die Geschwindigkeit des Krankenwagens schließen. Genau das gleiche geschieht auch mit dem Licht, das Atome oder Ionen im Flug aussenden. Dieser optische Dopplereffekt kann mit Lasern extrem präzise bestimmt werden, dabei muss man jedoch die Eigenschaften des Ionenstrahls und des Laserstrahls sehr gut unter Kontrolle haben. Kristian König hat eine Apparatur aufgebaut, mit der er in der Lage ist, mit diesem Verfahren Spannungen auf 5 ppm genau zu messen. Dies ist 20-mal genauer, als es je zuvor mit dieser Technik gelungen war. Solche genauen Messungen werden beispielsweise benötigt, um die Geschwindigkeit der Ionen in den Speicherringen bei GSI und zukünftig bei FAIR zu bestimmen, was für Präzisionsexperimente von entscheidender Bedeutung ist.

Pfeiffer Vacuum und GSI verbindet eine langjährige Partnerschaft. Vakuumlösungen von Pfeiffer Vacuum werden in den Anlagen bei GSI seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt.

Der FAIR-GSI-Doktorandenpreis wird jährlich für die beste Doktorarbeit des vorangegangenen Jahres vergeben, die durch GSI im Rahmen der strategischen Partnerschaften mit den Universitäten in Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Heidelberg, Jena, Mainz oder durch das Forschungs- und Entwicklungsprogramm gefördert wurde. Aktuell arbeiten im Rahmen der Graduiertenschule HGS-HIRe (Helmholtz Graduate School for Hadron and Ion Research) über 300 Doktorandinnen und Doktoranden an Dissertationen mit Verbindung zu GSI und FAIR. (CP)


/fileadmin/oeffentlichkeitsarbeit/Aktuelles/2019/phd-award.jpg
Verleihung des FAIR-GSI-Doktorandenpreises
v.l.: Daniel Sälzer, Geschäftsführer der Pfeiffer Vacuum GmbH; Preisträger Dr. Kristian König; Professor Karlheinz Langanke, Forschungsdirektor von FAIR und GSI
Foto: G. Otto, GSI