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Silvia Masciocchi als Vorsitzende des ALICE Collaboration Board gewählt

Foto: Benjamin/HD

Professorin Silvia Masciocchi

Foto: CERN

ALICE-Detektor

 

03.09.2019

Professorin Silvia Masciocchi, Leiterin der GSI-Forschungsabteilung ALICE, ist zur Vorsitzenden des ALICE Collaboration Board gewählt worden. Ihre Amtszeit wird im Oktober beginnen und drei Jahre dauern. ALICE ist eines der vier Großexperimente am Large Hadron Collider des Europäischen Forschungszentrums CERN in Genf, Schweiz. Das Experiment wird von der ALICE-Kollaboration betrieben, die aus annähernd 2000 Mitgliedern besteht, die von 175 verschiedenen Instituten in 40 Ländern kommen.

Das Collaboration Board ist das höchste Gremium, das die Aufsicht über die Arbeit der ALICE-Kollaboration hat. Es prüft alle Fragen, Richtlinien, Entscheidungen und Empfehlungen, die für den Bau, die Wartung, den Betrieb und die Modernisierung des ALICE-Experiments relevant sind, sowie alle Fragen im Zusammenhang mit der Analyse und Veröffentlichung von Informationen oder Daten, die während der Experimente am ALICE-Aufbau aufgenommen wurden.

"Es ist eine große Ehre für mich, vom Collaboration Board zur Vorsitzenden gewählt zu werden. Ich bin sehr dankbar für die sehr große Unterstützung und das Vertrauen, das die Kollaboration in mich setzt", erklärte Silvia Masciocchi nach der Wahl. "Ich freue mich auf die vielen Aufgaben und Herausforderungen, die diese verantwortungsvolle Position mit sich bringt. ALICE befindet sich in einer sehr spannenden und herausfordernden Phase: Während wir noch viele physikalische Ergebnisse aus den ersten beiden Experimentzeiträumen des LHC (von 2009 bis 2018) veröffentlichen, aktualisieren wir derzeit den größten Teil des Experimentaufbaus und der Software. Ab 2021 wird ALICE Schwerionenkollisionen mit einer nie dagewesenen Geschwindigkeit von 50 Kilohertz im kontinuierlichen Auslesemodus erfassen. Die Kollaboration steht vor einer anspruchsvollen und intensiven Arbeit, um sicherzustellen, dass ALICE für eine erfolgreiche Datenaufnahme ab 2021 bereit ist, die ein deutlich erweitertes Physikprogramm ermöglicht. Ich freue mich darauf, die Bemühungen der gesamten Kollaboration durch das Collaboration Board in den nächsten spannenden Jahren zu steuern. So spielt GSI auch weiterhin eine führende und wesentliche Rolle für den Erfolg von ALICE."

Silvia Masciocchi studierte Physik in Mailand, Italien. Nach ihrer Promotion an der Universität Heidelberg war sie am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg, am Max-Planck-Institut für Physik in München sowie am Deutschen Elektronensynchrotron DESY in Hamburg tätig. Jahr 2006 wechselte sie zu GSI in die Forschungsabteilung ALICE, die sie seit 2011 auch leitet. Im Jahr 2017 wurde sie auf eine Professur an die Universität Heidelberg berufen.

GSI hat von Anfang an eine führende Rolle beim Bau und beim wissenschaftlichen Programm von ALICE gespielt. Die Forschungsabteilung ALICE von GSI ist mitverantwortlich für den Betrieb der zwei größten Detektorsysteme von ALICE. Die Zeitprojektionskammer (TPC) und der Übergangsstrahlungsdetektor (TRD) wurden unter wesentlicher Beteiligung von GSI-Mitarbeitern der ALICE-Abteilung und des Detektorlabors entwickelt und aufgebaut. Aktuell leistet GSI einen maßgeblichen Beitrag zum ALICE-Upgrade-Programm, insbesondere im TPC-Projekt und bei der Entwicklung des neuen Online-Offline(O2)-Software-Frameworks. Dazu arbeiten die ALICE-Abteilung, das Detektorlabor und die IT-Abteilung eng zusammen. GSI-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler haben diverse führende Rollen in der Datenanalyse und im Physikprogramm von ALICE. (cp)


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Professorin Silvia Masciocchi
ALICE-Detektor
Der ALICE-Aufbau am Europäischen Forschungszentrum CERN ist hier mit geöffneten Magnettüren (rot) zu sehen.
Foto: Benjamin/HD
Foto: CERN