50 Jahre GSI

https://www.gsi.de/fileadmin/oeffentlichkeitsarbeit/logos/01_50_Years_GSI_RGB.png

FAIR

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

https://www.gsi.de/fileadmin/_migrated/pics/FAIR_Logo_rgb.png

GSI ist Mitglied bei

https://www.gsi.de/fileadmin/oeffentlichkeitsarbeit/logos/Helmholtz-Logo_web.png

Gefördert von

BMBFHMWKMWWKTMWWDG

Außenstellen

HI-JenaHIM

Magnetmodule für FAIR-Ringbeschleuniger im Kalttest: GSI und INFN unterzeichnen Kollaborationsvertrag

Foto: NAFASSY

Testhalle in Salerno

 

01.08.2019

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und der italienischen nationalen Kernphysikinstitution (Istituto Nazionale di Fisica Nucleare, INFN) in Entwicklung und Bau supraleitender Magnete besteht seit vielen Jahren. Darauf aufbauend, wurde nun der Grundstein für eine weitere Kollaboration in diesem Bereich gelegt. Das INFN wird eine Serie von komplexen Magnetsystemen, sogenannte Quadrupolmodule, für den großen FAIR-Ringbeschleuniger SIS100 umfangreichen Kältetests unterziehen und damit einen wichtigen Beitrag zum FAIR Projekt leisten. Ein entsprechender Kollaborationsvertrag wurde nun unterzeichnet.

Zur Vorbereitung dieser Zusammenarbeit hatte das Team des FAIR-Subprojekts SIS100/SIS18 zunächst verschiedene Optionen und Standorte verglichen. Eine gute Basis dabei war auch eine breiter angelegte Grundsatzerklärung („Memorandum of Understanding,“ MoU) für wissenschaftliche Zusammenarbeiten zwischen Deutschland und Italien. Der nun von GSI/FAIR und INFN unterzeichnete Kollaborationsvertrag ist ein wichtiger Bestandteil der technischen Abnahme der Quadrupolmodule, die bei der Firma Bilfinger Noell in Würzburg integriert werden.

Die Hightech-Module für den großen FAIR-Ringbeschleuniger sind das Ergebnis einer komplexen internationalen Produktion: Dafür werden zunächst maßgeschneiderte, supraleitende Quadrupoleinheiten, bestehend aus verschiedenen Fokussier- und Korrekturmagnettypen, in Russland produziert und anschließend nach Deutschland geschickt. Dort werden sie mit weiteren, durch GSI beschafften Komponenten zusammengebracht und zu ganzen Modulen für den FAIR-Ringbeschleuniger zusammengesetzt.

Mehr als 80 dieser integrierten Quadrupolmodule werden anschließend von Würzburg aus zur „National Facility for Superconducting Systems (NAFASSY)“ im italienischen Salerno versandt und dort an einer speziell für diesen Prozess umgebauten kryogenen Testeinrichtung bei der endgültigen Betriebstemperatur von -270 Grad kalt getestet. Gegenstand des Kalttestes sind vor allem die bei Bilfinger Noell durch die Integration neu entstandenen Teilsysteme wie beispielsweise die Stromkreise der Korrekturmagnete, das UHV-System (Ultrahochvakuum) und die thermomechanischen Eigenschaften des Kryostatsystems selbst.

Die Zusammenarbeit am Standort Salerno, der für diese Aufgaben wegen der bereits vorhanden technischen Ausstattung gut geeignet ist, soll über mehrere Jahre andauern, bis alle Quadrupolmodule für den SIS100-Ringbeschleuniger gefertigt, abgenommen und nach und nach im Tunnel auf der FAIR-Baustelle aufgebaut sind. (BP)


/fileadmin/oeffentlichkeitsarbeit/Aktuelles/2019/INFN_Salerno.jpg
Testhalle in Salerno
In der Testhalle der „National Facility for Superconducting Systems (NAFASSY)" im italienischen Salerno werden mehr als 80 SIS100-Quadrupolmodule kalt getestet.
Foto: NAFASSY