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Internationale Expertengruppe präsentiert Abschlussbericht zum FAIR-Projekt

Bild: ion42

Fotomontage der zukünftigen FAIR-Beschleunigeranlage

 

30.04.2019

Die Gesellschafter der FAIR GmbH hatten im Jahr 2015 die erneute Begutachtung des Projekts für das Frühjahr 2019 beschlossen. Das internationale Expertengremium hat nun den Gesellschaftern der FAIR GmbH seinen Abschlussbericht vorgestellt. Neben wissenschaftlichen und technischen Aspekten haben die Experten auch die derzeit absehbaren Mehrkostensteigerungen des Projekts sowie zeitliche Verzögerungen und zu erbringende In-kind-Leistungen der internationalen Partner und weitere Risiken in den Blick genommen.

Die Leitung des externen, hochrangig besetzten Expertenteams lag bei dem britischen Physiker Lyndon Evans, der ein Experte für Teilchenbeschleuniger ist und als Projektleiter für die Realisierung des großen Teilchenbeschleunigers LHC am Europäischen Kernforschungszentrum CERN verantwortlich war. Das Gremium war zusammengesetzt aus Beschleuniger-Fachleuten, Wissenschaftlern und Bauprojektmanagern, die seit November 2018 in sorgfältiger, detailreicher Arbeit, auch in fachbezogenen Teil-Arbeitsgruppen, das Projekt begutachteten.

In dem Bericht des Expertengremiums wurde das weltweit herausragende wissenschaftliche Programm von FAIR bestätigt. Die Expertengruppe hat das FAIR-Projekt auch auf Jahrzehnte hinaus als Top-Projekt für die Wissenschaft beurteilt, mit erstklassigen Möglichkeiten und einem herausragenden Potenzial für wegweisende Entdeckungen.

Der Bericht bescheinigt dem Projekt und dem Campus leistungsfähige und effiziente Organisationsstrukturen und ‑prozesse, die die Geschäftsführung in den letzten Jahren aufgebaut und umgesetzt hat. Inhalt des Berichtes sind auch Aussagen zu Mehrkosten, die auf Ausarbeitungen der Geschäftsführung basieren. Hiernach liegen die Kostenschätzungen um insgesamt rund 850 Mio. € (entspricht 530 Mio. € auf Basis des Preisniveaus von 2005) über der Planung von 2015, falls das Projekt in vollem Umfang realisiert werden soll. Mit 550 Mio. € entfällt ein großer Teil der Mehrkosten auf den Bau, wobei die Gutachter in der aktuell guten Baukonjunktur einen der Kostentreiber sehen. Für die Beschleunigerkomponenten hat eine Arbeitsgruppe des FAIR Council einen Mehrbedarf von 215 Mio. € identifiziert. Bis zum Jahr 2025 werden weitere 85 Mio. € für Personal- und Verwaltungskosten der FAIR GmbH benötigt. Zusätzlich beschlossen die Experten, dass es ratsam wäre, für die gesamten Errichtungskosten mindestens 10% Reserve für Unvorhergesehenes vorzusehen. Die Experten sehen außerdem die Möglichkeit, dass erste wissenschaftlich herausragende Experimente an der neuen FAIR-Anlage vor Ende des Jahres 2025 durchgeführt werden können.

Die Gesellschafter haben den Wunsch geäußert, eine politische Entscheidung auf den Weg zu bringen. Die Gesellschafter in den neun Partnerstaaten sind nun aufgefordert, mit ihren Regierungen über die weiteren Schritte in der Realisierung des FAIR-Projekts zu entscheiden. (red)

Mehr Informationen

Abschlussbericht der internationalen Expertengruppe (nur auf Englisch)


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Fotomontage der zukünftigen FAIR-Beschleunigeranlage
Bild: ion42