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13.09.2018 | "Euroschool on Exotic Beams" feiert 25-jähriges Jubiläum

Filip Van Loock

Die diesjährigen Euroschool-Teilnehmer.

 

Seit einem Vierteljahrhundert ist die "Euroschool on Exotic Beams" Treffpunkt für Graduierte, Doktoranden und junge Postdoktoranden. Durch hochrangige Sprecher, gute Themenwahl und attraktive Vorträge ist die Schule bestens dafür geeignet wissenschaftlichen Nachwuchs auf Forschungsarbeiten, wie z.B. bei GSI und FAIR, vorzubereiten. Die Jubiläumsveranstaltung Ende August 2018 wurde in an der Universität in Löwen (KU-Leuven) in Belgien mit einem Festsymposium gefeiert. Dabei wurden Vorträge von internationalen Experten der Kernphysik gehalten, um die Fortschritte der letzten Jahrzehnte Revue passieren zu lassen. Viele der Referenten waren Teilnehmer oder Dozenten früherer Euroschool-Veranstaltungen.

Das Festsymposium war eingebettet in die Euroschool-Woche 2018, die vom 26. August bis 1. September in Löwen stattfindet. Die Schule behandelt allgemeine Themen zur Physik exotischer Kerne, experimentelle und theoretische Untersuchungen der Kernstruktur und Reaktionsdynamik, Kernastrophysik, Superschwere-Elemente-Forschung und interdisziplinäre Anwendungen in Medizin, Energiegewinnung und Gesellschaft.

Die Euroschool hat zum Ziel den wissenschaftlichen Nachwuchs auf höchstem Niveau zu fördern. Hauptaktivität dabei ist ein exzellentes Vortragsprogramm anzubieten, das die Lücke zwischen der universitären Ausbildung und den Forschungsaktivitäten in den europäischen Beschleuniger-Großlabors schließt. Die Vorträge werden von eingeladenen Fachleuten gehalten und konzentrieren sich auf Physik, Techniken und Anwendungen der modernen Kernforschung. Die Euroschool bildet Nachwuchswissenschaftler aus ganz Europa aus und hilft ihnen, Kontakte zu den führenden Wissenschaftlern der Branche zu knüpfen. Daher ist die Schule ein wichtiger Baustein, um die nächste Generation von Wissenschaftlern auf ihre Forschungsarbeit an Einrichtungen wie GSI und FAIR vorzubereiten.

Die Euroschool wird von ihrem "Board of Directors" organisiert, einem Zusammenschluss von zwölf europäischen, international anerkannten Wissenschaftlern und Universitätsprofessoren. Den Vorsitz dabei hat der GSI-Wissenschaftler Professor Christoph Scheidenberger. Die jährlichen Schulveranstaltungen finden in verschiedenen Ländern statt und haben in der Regel 60 bis 80 Teilnehmer. In den letzten 25 Jahren hat die Euroschool on Exotic Beams rund 1200 Teilnehmer gezählt. Die ersten Veranstaltungen fanden in Löwen statt (in den Jahren 1993-1998 und 2000) und wurden von der Europäischen Kommission über ein Ausbildungs- und Mobilitätsprogramm finanziert, seit 2006 wird die School aus verschiedenen Quellen gefördert. Die Finanzierung basiert seitdem auf einem Memorandum of Understanding zwischen mehreren europäischen Labors, darunter GSI und FAIR, und Universitäten. Seit dem Jahr 2001 reist die Schule durch ganz Europa und fand an 15 verschiedenen Orten in elf Ländern statt. An der Euroschool on Exotic Beams nehmen neben Teilnehmern aus Europa auch außereuropäische Wissenschaftler teil, wie z.B. aus Nord- und Südamerika, Australien, Afrika, Indien, China und Japan.

Aus der Euroschool sind inzwischen unter anderem fünf Lehrbücher hervorgegangen, die unter Studenten und Dozenten weit verbreitet sind.

Weitere Informationen

Webseite: http://www.euroschoolonexoticbeams.be


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Die diesjährigen Euroschool-Teilnehmer.
Filip Van Loock