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16.10.2017 | Viel Dynamik beim Messeauftritt: FAIR zieht positive Bilanz nach der Expo Real

Foto: I. Peter/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

FAIR auf der Expo Real.

Foto: I. Peter/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

FAIR auf der Expo Real.

Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Fortschritte auf der Baustelle.

Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Fortschritte auf der Baustelle.

 

Die Entwicklungsdynamik und die zahlreichen Neuigkeiten zum Stand der Realisierung der weltweit einzigartigen Teilchenbeschleunigeranlage FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) haben auf der internationalen Immobilienmesse Expo Real in München für großes Interesse gesorgt. Drei Tage lang waren die Bauplanungen und die nächsten Realisierungsschritte für das Mega-Bauprojekt FAIR umfangreich in München präsentiert worden. Vor allem die technische Gebäudeausrüstung und weitere Bauaufgaben standen dabei in diesem Jahr im Fokus.

Nach dem Messeauftritt zog Jörg Blaurock, der Technische Geschäftsführer der FAIR GmbH und der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, eine positive Bilanz. „Es ist uns sehr erfolgreich gelungen, FAIR als attraktives Bauprojekt weiter zu profilieren und unsere marktgerechte, im Detail ausgearbeitete Vergabeplanung für die verschiedenen Leistungen am FAIR-Projekt zu präsentieren.“ Die dahinter stehende Projektorganisation, insbesondere im personell verstärkten Baubereich, wurde ebenfalls auf der Messe vorgestellt.

Messebesucher und potenzielle Auftragnehmer konnten sich über das FAIR-Bauvorhaben und eine mögliche Beteiligung am Bau eingehend informieren und sich vertieft über die aktuellen Entwicklungen und nächsten Schritte erkundigen. Erneut habe sich in einer ganzen Reihe von Einzelgesprächsterminen und intensiven Dialogen am Messestand gezeigt, dass ein solches wissenschaftliches Megaprojekt äußerst reizvoll für das Portfolio eines Bauunternehmens sei, berichtete Jörg Blaurock. „Wir konnten sehr fokussiert wichtige Gespräche führen und unsere Strategie vorantreiben. Viele Unternehmen waren sehr angetan von der Dynamik, die in diesem Projekt steckt. Wir verzeichnen weiterhin ein großes Interesse am Markt rund um das Thema Realisierung und haben wertvolle Fachkontakte hinzugewonnen.“

Die Messetage boten durch die Präsenz vieler Entscheidungsträger und relevanter Akteure des Bausektors eine hervorragende Plattform, um das FAIR-Projekt in der Baubranche nach den großen Fortschritten der zurückliegenden Monate zu konkretisieren und aktiv die nächsten Schritte in der Vergabe weiterer Leistungen vorzustellen. Erst vor wenigen Wochen hatte der Bau der Teilchenbeschleunigeranlage FAIR beim GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt mit dem ersten Spatenstich für den FAIR-Ringbeschleuniger SIS 100 begonnen – eine wichtige Etappe für das Projekt. Mit den Schritten Wasserhaltung, Aushub und Verbau liegt das Mega-Bauvorhaben FAIR im Zeitplan.

Auch in den nun anstehenden Phasen der weiteren Bauaktivitäten werden zahlreiche Einzelgewerke ineinandergreifen. Einer der größten Bereiche und ein aktueller Schwerpunkt ist die Technische Gebäudeausrüstung (TGA), die unter anderem Heizung, Klima, Lüftung und Stromversorgung umfasst. Mit den Ausschreibungen für die TGA-Leistung wird im Sommer 2018 begonnen, die Auftragserteilung ist 2019 vorgesehen. Die bauliche Komplexität ist dabei in marktgerechte Vergabeeinheiten verpackt. Die Vorstellung des neuen Projektdirektors FAIR Site & Buildings Michael Ossendorf mit seinem Schwerpunkt in der TGA auf einer Sonderveranstaltung der Expo Real traf somit ins Schwarze.

Bewährt hat sich in diesem Messe-Jahr auch die erneute Partnerschaft mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt: Das FAIR-Projekt war mit seinem eigenen Auftritt eingebunden in den Darmstadt-Stand als Teil der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main. Die Fachmesse Expo Real zählt mit rund 40.000 Besuchern jedes Jahr zu den wichtigsten europäischen Branchentreffen für Immobilien, Bauen und Standortmarketing.

Über FAIR

FAIR wird eine der größten und komplexesten Beschleunigeranlagen weltweit, Herzstück ist ein Ringbeschleuniger mit 1100 Meter Umfang. Ingenieure und Wissenschaftler treiben in internationaler Zusammenarbeit technologische Neuentwicklungen in vielen Bereichen voran, zum Beispiel in der Informationstechnologie oder in der Supraleitungstechnik. Rund 3000 Wissenschaftler aus aller Welt können künftig an FAIR Spitzenforschung betreiben. In herausragenden Experimenten werden sie grundlegend neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums gewinnen. Gesellschafter der FAIR GmbH sind neben Deutschland noch Finnland, Frankreich, Indien, Polen, Rumänien, Russland, Schweden und Slowenien. Großbritannien ist assoziierter Partner.


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FAIR auf der Expo Real.
FAIR auf der Expo Real.
Fortschritte auf der Baustelle.
Fortschritte auf der Baustelle.
Gut besucht: Das FAIR-Projekt war mit seinem Auftritt bei der Expo Real eingebunden in den Stand der Wissenschaftsstadt Darmstadt als Teil der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main.
„Megaprojekt in der Realisierung - Der Forschungsbeschleuniger FAIR" lautete der Titel der FAIR-Veranstaltung in der Metropolarena der Expo Real. Jörg Blaurock, Technischer Geschäftsführer FAIR und GSI (Bildmitte), informierte gemeinsam mit Thomas Burkhard, Project Director (ad interim) FAIR Site and Buildings (links), und Moderator Klaus Ringsleben, Chair FAIR Building Advisory Committee (rechts) über die aktuellen Entwicklungen und nächsten Schritte.
Gut drei Meter tief ist die Baugrube für den Ringbeschleuniger-Tunnel von FAIR bereits. Stützwände an den Seiten sorgen dafür, dass die Erde nicht nachrutscht.
Aushub und Verbau für das FAIR-Beschleunigerzentrum schreiten voran, im Foto der Blick nach Südwesten mit der bestehenden GSI-Anlage, die künftig mit FAIR verbunden wird.
Foto: I. Peter/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Foto: I. Peter/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung