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26.09.2017 | Kosmische Strahlung im Blick: ESA und GSI bieten Experimentiermöglichkeiten

Foto: A. Zschau, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschun

Schwerionensynchrotron SIS – Innenansicht der Beschleunigungsstrecke (Kavität).

 

Kosmische Strahlung ist eine große Gesundheitsgefährdung für Astronauten bei der Erkundung des Weltalls. Um mehr über die biologische Wirkung von Weltraumstrahlung zu erfahren und Lösungen für effektive Strahlenschutzmaßnahmen im Weltraum zu finden, läuft seit fast zehn Jahren das Forschungsprojekt IBER (Investigations into Biological Effects of Radiation), eine Kooperation der europäische Weltraumagentur ESA und des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung. Das Projekt ermöglicht Forschergruppen, an den Beschleunigeranlagen der GSI biologische Effekte von Weltraumstrahlung zu untersuchen. Nun gibt es erneut Gelegenheit, zu diesem Themengebiet bei GSI zu forschen und Strahlzeit zu nutzen. Ein Infoworkshop am 26. September auf dem GSI-Campus dient der Vorbereitung.

Nach einem Aufruf der ESA im Sommer können Wissenschaftler Experimentideen vorschlagen, die dazu beitragen, die Risikobewertungen der kosmischen Strahlenbelastung zu verbessern oder Gegenmaßnahmen zum Schutz vor Strahlen zu ergreifen, um eine sichere bemannte Raumfahrt zu ermöglichen. Denn Besatzungsmitglieder von Weltraumcrews können im All unterschiedlichen Dosen und Qualitäten von Strahlung ausgesetzt sein, die ihre Gesundheit beeinträchtigen.

Die Ergebnisse solcher Untersuchungen werden aber nicht nur Informationen für die Raumfahrt, sondern auch für das Leben auf der Erde bringen. Daten aus den Experimenten können beispielsweise sowohl zu Erkenntnissen über Risiken von Strahlenbelastungen auf der Erde beitragen als auch zur Verbesserung von Strahlentherapien für die Krebsbehandlung.

Beim Workshop wird nun über Projektideen und deren Machbarkeit diskutiert, danach können detaillierte Anträge eingereicht werden, über die ein Expertengremium mit Beteiligung von GSI-Wissenschaftlern bis Ende des Jahres entscheiden wird. Nach der Evaluation durch das Gremium werden die ausgewählten Forschungsvorschläge in den Jahren 2018/19 mit Strahlzeiten von insgesamt 160 Stunden bei GSI umgesetzt. Dazu nutzen die Forscher die GSI-Beschleunigeranlagen, die für ihren späteren Einsatz als Vorbeschleuniger für das derzeit bei GSI entstehende, weltweit einmalige Beschleunigerzentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) bereits wesentlich verbessert wurden und noch weiter technisch modernisiert werden.


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Schwerionensynchrotron SIS – Innenansicht der Beschleunigungsstrecke (Kavität).
Der bestehende Ringberschleuniger SIS18 wird für das Forschungsprojekt IBER zur Verfügung stehen.
Foto: A. Zschau, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschun