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10.08.2017 | Fördermittel für Forschung zur Quantendynamik bei GSI und FAIR

Foto: Gabi Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Der CRYRING

 

Das FAIR-Projekt (Facility for Antiproton and Ion Research), das derzeit am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung entsteht, wird herausragende Experimentiermöglichkeiten erschließen, die bereits jetzt auf breites Interesse in der Forschungslandschaft stoßen. Das Erkenntnispotenzial der geplanten FAIR-Beschleunigeranlage ist enorm. Das sieht auch die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) so, die nun Fördermittel von rund 168.000 Euro für die deutsche Seite zur Unterstützung eines Forschungsprojektes bewilligt hat, das die Aktivitäten zweier weltweit renommierter Forschergruppen aus Deutschland und Russland kombiniert und die künftige Forschung an GSI und FAIR im Fokus hat. Eine äquivalente Förderung des russischen Partners erfolgt auf russischer Seite.

Mit dem Geld soll unter anderem eine Postdoktoranden-Stelle über 2 Jahre finanziert werden, die sich um Forschung im Bereich Theorie/Experimente bei GSI und FAIR dreht, vor allem am Höchstleistungs-Lasersystem PHELIX und am Speicherring CRYRING, dem ersten Ionenspeicherring für FAIR, sowie am Experimentier-Speicherring ESR. Konkret geht es um das Thema „Voraussetzungen für Untersuchungen der relativistischen Quantendynamik in Experimenten an den GSI- und FAIR-Forschungsanlagen“. Der Vorschlag für die DFG-Förderung geht auf einen gemeinsamen deutsch-russischen Antrag zurück, den Professor Dr. Thomas Stöhlker, Abteilungsleiter der Atomphysik der GSI, Leiter des Helmholtz-Instituts Jena, Außenstelle der GSI in Jena (HIJ), und Lehrstuhlinhaber an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Optik und Quantenelektronik, sowie Professor Dr. Vladimir Shabaev, Leiter der Abteilung Quantenmechanik der Staatlichen Universität St. Petersburg, gestellt haben. Zudem sind in das Projekt Mitarbeiter der Atomphysik der GSI Darmstadt, Dr. Angela Bräuning-Demian und Dr. Alexandre Gumberidze, maßgeblich eingebunden.

Schwerionenkollisionen spielen eine wichtige Rolle bei der Untersuchung relativistischer Quantendynamik von Elektronen in sehr starken elektromagnetischen Feldern. Die Realisierung des FAIR-Projekts eröffnet neue Möglichkeiten bei der Untersuchung von Kollisionen von schwersten Ionen und Atomen bei niedrigen Energien. Experimentelle Untersuchungen dazu sind bei GSI und FAIR geplant, und dazu korrespondierende theoretische Untersuchungen sind zwingend erforderlich. „Hier setzt unser Forschungsprojekt an und kommt deshalb genau zur rechten Zeit“, unterstreichen Stöhlker und Shabaev und betonen die Bedeutung der Arbeit für das Verständnis weiterer experimenteller Ergebnisse bei GSI/FAIR in Darmstadt.

Die Kollaboration zwischen den Gruppen ist ebenfalls ein wichtiger Punkt: Die anfallenden Kosten der russischen Gruppe werden von Russland abgedeckt, die der deutschen Gruppe von Deutschland. „Das ist ein sehr effektiver Weg, um die internationale Zusammenarbeit zwischen den Gruppen zu fördern“, sagen Stöhlker und Shabaev.


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Der CRYRING
Der CRYRING bietet vielfältige Forschungsmöglichkeiten.
Foto: Gabi Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung