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16.02.2017 | Zusammenarbeit für FAIR und NICA: Testanlage für supraleitende Beschleunigermagnete geht in Russland in Betrieb

Foto: JINR

Delegation des FAIR-Projekts in Dubna

Foto: JINR

Delegation des FAIR-Projekts in Dubna

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Delegation des FAIR-Projekts in Dubna

 

Eine Anlage zum Testen supraleitender Magnete für die beiden künftigen Beschleunigerzentren FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) und NICA (Nuclotron-based Ion Collider fAcility) ist mit einer feierlichen Einweihung in Dubna, Russland, in Betrieb genommen worden. Die beiden Großprojekte FAIR und NICA entstehen derzeit in Darmstadt beim GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und in Dubna am Joint Institute for Nuclear Research (JINR). Eine Delegation des FAIR-Projektes, bestehend aus dem Projektleiter Dr. Jürgen Henschel und der Leitung des Subprojektes SIS100/SIS18, Dr. Peter Spiller und Dr. Carsten Omet, schaltete die Anlage nun gemeinsam mit der Leitung des NICA Projektes ein.

Die Kosten für den Aufbau der Testanlage wurden zwischen JINR und GSI geteilt. Jeweils drei Anschlüsse dieser Anlage sind vorgesehen, um auf der einen Seite die Serie der Booster- und Collider-Magnete für NICA und auf der anderen Seite die Serie der Quadrupoleinheiten für den FAIR-Beschleunigerring SIS100 bei tiefsten Temperaturen zu testen. Die Testanlage kann für diesen Zweck flüssiges Helium mit einer Temperatur von 4,5 K (das entspricht 4,5 Grad Celsius über dem absoluten Nullpunkt bei rund -273 °C) erzeugen und individuell den verschiedenen Testobjekten zuführen. Zum Bau der Anlage haben auch deutsche Firmen mit wesentlichen Komponenten beigetragen, unter anderem die Firma ILK in Dresden mit der Fertigung der Satellitenkühlaggregate.

Darüber hinaus konnten im Rahmen der anschließenden technischen und administrativen Gespräche zum Bau der SIS100 Quadrupoleinheiten am JINR große Fortschritte erzielt werden. Insbesondere wurde der Umfang der Arbeiten rund um die Produktion und die Kalttests (kryogenes Testen) der ersten beiden SIS100-Quadrupoleinheiten eindeutig geklärt. Die Beschlüsse flossen in ein „Memorandum of Understanding (MoU)“ und einen Vertragsanhang zum bestehenden Vertrag für den Aufbau der Testanlage ein.

Demnach werden die ersten beiden („first of series“, FOS) der SIS100-Quadrupoleinheiten bis Mitte 2017 gefertigt, kryogen getestet und an GSI zur Integration in ein FOS-Modul ausgeliefert. Der erste der hierfür benötigen Quadrupolmagnete wurde bereits weitgehend fertiggestellt und konnte von der GSI-Delegation besichtigt werden. Bestandteil der Vereinbarung ist auch der Bau der verschiedenen Messgeräte, die zur Abnahme des Magnetfeldes, sowie der elektrischen und hydraulischen Eigenschaften der Quadrupoleinheiten benötigt werden. Die hierfür benötigten technischen Detailabstimmungen wurden über mehrere Tage fortgesetzt. Die GSI-Abteilung „supraleitende Magnettechnik“ mit dem Arbeitspaketleiter Dr. Egbert Fischer war ebenfalls mit einer fünfköpfigen Expertenmannschaft vor Ort vertreten.


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Delegation des FAIR-Projekts in Dubna
Delegation des FAIR-Projekts in Dubna
Delegation des FAIR-Projekts in Dubna
Eine Anlage zum Testen supraleitender Magnete für die beiden künftigen Beschleunigerzentren FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) und NICA (Nuclotron-based Ion Collider fAcility) ist mit einer feierlichen Einweihung in Dubna in Betrieb genommen worden.
Ihre Beschlüsse zu künftige Zusammenarbeit haben die Vertreter von NICA und FAIR bei dem Besuch in Dubna festgeschrieben. Im Foto von links Hamlet Khodzhibagiyan vom Joint Institute for Nuclear Research (JINR) in Dubna, Dr. Grigory Trubnikov, Vize-Direktor des JINR und seit Januar Vize-Minister für Erziehung und Wissenschaft in Russland, FAIR-Gesamtprojektleiter Dr. Jürgen Henschel und der Leiter des Subprojekts SIS100/SIS18, Dr. Peter Spiller.
Auch die Besichtigung eines Magneten, der für die SIS100-Quadrupoleinheiten benötigt wird, stand auf dem Programm der GSI-Delegation.
Foto: JINR
Foto: JINR
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