FAIR

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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12.12.2016 | Auf dem Weg zur FAIR-Realisierung: Internationale Gesellschafter stimmen der Bauablaufplanung zu

Grafik: ion42

FAIR-Anlage

 

Der Weg von der wissenschaftlichen Idee für das künftige Beschleunigerzentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research in Europe) über die Bauvorbereitungen bis zur Realisierung einer der modernsten Forschungseinrichtungen weltweit nimmt immer konkretere Formen an. Die internationalen Gesellschafter von FAIR sowie der Aufsichtsrat des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung haben sich bei ihren jüngsten Sitzungen in Darmstadt auf wichtige Eckdaten für den weiteren Ablauf geeinigt.

Der integrierte Realisierungsplan, in dem Hoch- und Tiefbau, Beschleunigerentwicklung und -bau sowie die wissenschaftlichen Experimente eng aufeinander abgestimmt sind, stieß bei den Gesellschaftern auf große Zustimmung. Die Planung sieht einen Vollbetrieb der neuen Beschleunigereinrichtung, die mit dem bestehenden GSI-Campus direkt verbunden ist, im Jahr 2025 vor. Die Arbeiten im Hoch- und Tiefbau sollen im Sommer 2017 beginnen und Ende 2022 im Wesentlichen abgeschlossen sein. Nach der Errichtung der neuen Gebäude beginnt der Einbau der hochmodernen Beschleuniger- und Experimentieranlagen.

Die neun Partnerländer, die gemeinsam mit Deutschland die neue Großforschungseinrichtung tragen, zeigten sich von der Ablaufplanung ebenso überzeugt wie von der konkreten Ausarbeitung des wissenschaftlichen Programms an FAIR durch die Experimentkollaborationen. Dies gilt auch für die Fortschritte in der technischen Entwicklung und Realisierung von Detektorkomponenten für die Experimente.

FAIR-Council und GSI-Gesellschafterversammlung hatten bereits in den vorangegangenen Sitzungen im Juli dieses Jahres die Neuaufstellung in der Organisation und die Schaffung einer eigenen Projektstruktur für die Realisierung von FAIR als Meilensteine für die Zukunft gewürdigt. Seither hat das Management in Darmstadt weiter intensiv an Ausrichtung und Rahmenbedingungen des FAIR-Projekts gearbeitet. Zudem wurde inzwischen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Freigabe für den Beginn der Baumaßnahmen zur Realisierung der FAIR-Anlage gegeben. Seit September 2016 sind die ersten Leistungen für Aushub und Verbau, seit Ende November die Arbeiten für den Bau des großen Ringtunnels europaweit ausgeschrieben.

Über FAIR

FAIR wird eine der größten und komplexesten Beschleunigeranlagen weltweit, Herzstück ist ein Ringbeschleuniger mit 1100 Meter Umfang. Ingenieure und Wissenschaftler treiben in internationaler Zusammenarbeit technologische Neuentwicklungen in vielen Bereichen voran, zum Beispiel in der Informationstechnologie oder in der Supraleitungstechnik. Rund 3000 Wissenschaftler aus aller Welt können künftig an FAIR Spitzenforschung betreiben. In herausragenden Experimenten werden sie grundlegend neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums gewinnen. Gesellschafter der FAIR GmbH sind neben Deutschland noch Finnland, Frankreich, Indien, Polen, Rumänien, Russland, Schweden und Slowenien. Großbritannien ist assoziierter Partner.


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FAIR-Anlage
Grafik der bestehenden GSI-Anlage und der neuen FAIR-Anlage.
Grafik: ion42