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02.11.2016 | Verleihung des FAIR-GSI-Doktorandenpreises

G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

FAIR-GSI-Doktorandenpreis

 

Dr. Ingo Tews wurde mit dem FAIR-GSI-Doktorandenpreis ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seine Promotionsarbeit “Quantum Monte Carlo calculations with chiral effective field theory interactions”. Der Preis, der jährlich verliehen wird, ist mit 1000 Euro dotiert und wird von Pfeiffer Vacuum gestiftet. Den Preis übergaben Professor Boris Sharkov, Wissenschaftlicher Geschäftsführer von FAIR, und Dr. Ulrich von Hülsen, Mitglied der Geschäftsleitung der Pfeiffer Vacuum GmbH, im Rahmen des GSI-Kolloquiums am 1. November. Festredner war Professor Johannes Wessels, Rektor der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Ziel der Promotionsarbeit von Dr. Ingo Tews war es, Neutronensterne und neutronenreiche Atomkerne besser zu verstehen. In Neutronensternen ist die Materie so stark komprimiert, dass die extremen Bedingungen systematische Berechnungen der Zustandsgleichung von neutronenreicher Materie erfordern. Dazu gelang es Herrn Tews zum ersten Mal Quanten-Monte-Carlo-Simulationen basierend auf modernsten effektiven Feldtheorien der Starken Wechselwirkung durchzuführen. Seine Ergebnisse werden in der Fachwelt als Meilenstein angesehen.

„Ich freue mich sehr über diese tolle Auszeichnung und fühle mich geehrt, dass ich den FAIR-GSI-Doktorandenpreis für meine Arbeit erhalten habe. Stark wechselwirkende Systeme unter extremen Bedingungen sind ein spannendes Forschungsfeld, zu dem ich mit meinen Ergebnissen beitragen kann“, sagte Ingo Tews, der zunächst an der Technischen Universität Darmstadt Physik studierte und anschließend dort bei Professor Achim Schwenk seine Doktorarbeit schrieb. Gegenwärtig forscht Herr Tews am renommierten National Institute for Nuclear Theory in Seattle in den Vereinigten Staaten.

„Die Ergebnisse sind besonders faszinierend, da die Physik rund um neutronenreiche Kerne und Neutronensterne einer der Forschungsschwerpunkte der neuen Beschleunigeranlage FAIR ist“, sagte Professor Karlheinz Langanke, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der GSI. „Die hervorragenden Forschungsmöglichkeiten an der GSI-Beschleunigeranlage und die Entwicklung von FAIR locken viele junge Wissenschaftler aus aller Welt zur GSI. Sie leisten mit ihren innovativen Ideen wichtige Beiträge zur Entwicklung  der neuen Beschleuniger und Detektoren.“

Dr. Ulrich von Hülsen, Mitglied der Geschäftsleitung der Pfeiffer Vacuum, gratulierte dem Preisträger für sein wissenschaftliches Engagement: „Wissenschaftliche Arbeiten finden bei Pfeiffer Vacuum hohe Anerkennung. Wann immer wir, Pfeiffer Vacuum, mit Vakuum-Know-how Forschungsarbeit unterstützen können, sind wir mit Engagement und Zuverlässigkeit gerne zur Stelle.“

Pfeiffer Vacuum und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung verbindet eine langjährige Partnerschaft. Vakuumlösungen von Pfeiffer Vacuum werden dort seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt.

Der FAIR-GSI-Doktorandenpreis wird jährlich für die beste Doktorarbeit ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt ist, wer im vorangegangenen Jahr promoviert worden ist und durch GSI im Rahmen der strategischen Partnerschaften mit den Universitäten in Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Heidelberg, Jena, Mainz oder durch das Forschungs- und Entwicklungsprogramm gefördert wurde. Aktuell arbeiten über 300 Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen der Graduiertenschule HGS-HIRe (Helmholtz Graduate School for Hadron and Ion Research) an ihren Promotionsarbeiten an GSI und FAIR.


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FAIR-GSI-Doktorandenpreis
v.l.n.r.: Dr. Ulrich von Hülsen, Dr. Ingo Tews, Professor Boris Sharkov
G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung