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Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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18.10.2016 | Gefangene Antiprotonen im Blick: EU gibt Millionen für neues Trainingsnetzwerk

Foto: M. Lestinsky, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Der CRYRING

Foto: Clint Walker

Netzwerksprecher

 

Einen Millionenbetrag für die Ausbildung junger Wissenschaftler stellt die EU einem Konsortium, an dem auch die GSI beteiligt ist, zur Verfügung. Das Konsortium nationaler und internationaler Institute, dem neben GSI unter anderem CERN, Forschungszentrum Jülich, Max-Planck-Institut für Kernphysik Heidelberg und die Österreichische Akademie der Wissenschaften angehören, wird von der University of Liverpool/Cockcroft Institut geleitet und hat gemeinsam die Finanzierung für das Europäische Training Network AVA (Accelerators Validating Antimatter physics) eingeworben.

Insgesamt werden für AVA von der EU ab Januar 2017 Mittel in Höhe von knapp 4 Millionen Euro für einen Zeitraum von vier Jahren zur Verfügung gestellt, berichtet der Sprecher des Netzwerks AVA, Carsten Welsch von der University of Liverpool. Ziel ist die Ausbildung junger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen für die Niederenergie-Antiprotonenphysik an CERN und FAIR, dem neuen Beschleunigerzentrum, das derzeit bei GSI entsteht.

Auf Seiten der GSI – dorthin fließt ein Betrag von rund 500.000 Euro, etwa 13 Prozent der Gesamtsumme – ist die Abteilung Atomphysik zusammen mit den Experten im Bereich Strahldiagnose federführend beteiligt. Hier sollen zum einen Fallentechnologien, die sich auch für Antiprotonen eignen, mit Ionen entwickelt werden. Zum anderen soll die Entwicklung kryogener Stromkomparatoren vorangetrieben werden, ein Vorhaben, zu dem auch das Helmholtz-Institut Jena, eine Außenstelle der GSI,  zusammen mit dem Institut für Festkörperphysik der Universität Jena wesentliche Beiträge liefert.

Diese Systeme sollen bereits am schon existierenden CRYRING zum Einsatz kommen und künftig bei FAIR als Standardtechnik zur Diagnose von Strahlströmen dienen.

Der so genannte CRYRING ist ein Beitrag Schwedens zu FAIR, der im Jahr 2013 aus Stockholm zu GSI transportiert wurde. Er wurde in Kooperation mit GSI zunächst für Experimente und Maschinentests an der bestehenden GSI-Beschleunigeranlage aufgebaut. Es ist geplant, ihn langfristig für die atomphysikalische Forschung mit langsamen Antiprotonen an FAIR einzusetzen.

Antiprotonen, die mit niedrigen Energien in Speicherringen oder Fallen gefangen gehalten werden, sind wichtig für die Erforschung grundlegender Fragen, etwa zu fundamentalen Wechselwirkungen oder zur statischen Struktur antiprotonischer Atome, sowie für Schwerkraftexperimente.

Für den Sprecher des EU-geförderten Netzwerks AVA, Carsten Welsch, ist GSI/FAIR vertrautes Terrain: Von 2007 bis 2012 hat er über das Helmholtz-Förderprogramm für junge Spitzenforscher eine Nachwuchsgruppe bei GSI und an der Universität Heidelberg geleitet. Schon da hatte er das Arbeiten in Netzwerken aktiv betrieben: Aus seiner Helmholtz-Nachwuchsgruppe heraus ist inzwischen die Gruppe „Quantum Systems and advanced Accelerator Research (QUASAR)“ entstanden, eine gesamteuropäische Forschungsgruppe, die sich mit der Entwicklung und experimentellen Nutzung von Teilchenbeschleunigern und Strahlungsquellen befasst. Ein Ziel ist es, Beschleunigerphysik international in Forschung und universitärer Lehre zu etablieren.

Das AVA Projekt wird durch das Horizon 2020 Research and Innovation Programme der EU im Rahmen des Marie Skłodowska-Curie Vertrags Nummer 721559 gefördert.

Weitere Informationen

Zur AVA-Projektwebseite


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Der CRYRING
Netzwerksprecher
Der CRYRING 2015.
Carsten Welsch von der University of Liverpool, der von 2007 bis 2012 über das Helmholtz-Förderprogramm für junge Spitzenforscher eine Nachwuchsgruppe bei GSI und an der Universität Heidelberg geleitet hat, ist Sprecher des Europäische Training Networks AVA.
Foto: M. Lestinsky, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Foto: Clint Walker