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26.08.2016 | Erster Ring für FAIR: Strahltransport von ESR zum CRYRING erfolgreich

Foto: M. Lestinsky, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Der CRYRING.

Bild: Wolfgang Geithner/GSI Helmholtzzentrum

3D-Modell des CRYRING.

 

Teams der Experimentkollaboration SPARC (die zu APPA gehört) sowie GSI-Teams haben erfolgreich den Strahltransport vom Experimentierspeicherring ESR der GSI zum ersten FAIR-Speicherring CRYRING getestet, der derzeit auf dem GSI-Gelände installiert wird.

Während des vergangenen GSI-Strahlzeitblocks extrahierten die Teams C6+-Ionen aus dem ESR mit 6 MeV/u (entsprechend Bρ ≈ 0.7 Tm) in einem Mikrosekunden-Bunch und leiteten die Partikel zur ersten Diagnosestation im CRYRING. Die veränderte Strahlführung vom ESR zum Cave B (wo der CRYRING aufgebaut wird) war voll funktionsfähig einschließlich des neu gebauten Septummagneten im CRYRING. Weiterhin konnten neue Strahldiagnosegeräte und FAIR-ähnliche Kontrollhardware und –software im tatsächlichen Strahlbetrieb getestet werden.

Der CRYRING ist ein überaus erfolgreicher Ionenspeicherring, der viele Jahre lang in Stockholm zentrale Forschungsbeiträge in der Atom- und Molekularphysik ermöglicht hat. Er wurde als schwedischer Sachbeitrag 2013 zu FAIR nach Darmstadt gebracht. Dort wurde er modernisiert, an FAIR-Standard angepasst und unter dem Projektnamen “CRYRING@ESR” an den ESR angeschlossen. Er wird Tests neuer FAIR-Technologien ermöglichen und Forschung an langsamen, hochgeladenen Ionen oder möglicherweise exotischen Systemen erlauben. Zusammen mit anderen FAIR-Kollaborationen bereitet die SPARC-Experimentkollaboration viele neue Experimente zu Prozessen in Atomen und Kernen, in Materialwissenschaften und biomolekularer Physik mit langsamen hochgeladenen Ionen vor.

Der erfolgreiche Strahltransport vom ESR zum CRYRING markiert den Start von dessen Inbetriebnahme, indem beide Ringe in einer Anlage integriert werden. Im kommenden Jahr werden alle Ringinstallationen in Betrieb genommen werden, einschließlich einer lokalen Ionenquelle, dem Elektronenkühler und der Installationen für das benötigte ultrahohe Vakuum. Ab 2018, wenn die GSI-Beschleuniger ihren Betrieb wiederaufnehmen werden, wird der CRYRING seine ersten Experimente mit langsamen hochgeladenen Ionen durchführen können.

Weitere Informationen:


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/fileadmin/oeffentlichkeitsarbeit/Aktuelles/2016/Cryring3D_Geithner.jpg
Der CRYRING.
3D-Modell des CRYRING.
Der CRYRING Ende 2015.
3D-Modell des CRYRING: Der ESR befindet sich hinter der rückwärtigen Wand.
Foto: M. Lestinsky, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Bild: Wolfgang Geithner/GSI Helmholtzzentrum