FAIR

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

fileadmin/_migrated/pics/FAIR_Logo_rgb.png

GSI ist Mitglied bei

fileadmin/oeffentlichkeitsarbeit/logos/Helmholtz-Logo_web.png

Gefördert von

BMBF HMWK MWWK TMWWDG

Außenstellen

HI-Jena HIM

27.04.2016 | Test erfolgreich bestanden! Magnet für den FAIR-Strahltransport erfüllt alle Spezifikationen

Foto: Mischa Weipert

Dipolmagnet im Teststand.

Foto: Efremov Institut

Die Projektgruppe.

 

Ein Magnet für die zukünftige Anlage FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) konnte am Teststand des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in den vergangenen Wochen erfolgreich getestet werden. Er ist der erste von rund 365 Magneten unterschiedlicher Bauart, die den Teilchenstrahl in der zukünftigen Anlage FAIR zu Beschleunigern und Experimenten transportieren. Gefertigt wurde der Magnet nach Spezifikationen und Entwürfen von GSI vom russischen D.V.-Efremov-Institut für elektrophysikalische Apparaturen im Auftrag der FAIR GmbH. Bis Ende 2018 werden weitere 50 Magnete gleichen Typs vom Efremov-Institut für FAIR geliefert.

In den im Frühjahr durchgeführten Tests am GSI-Teststand hat der neun Tonnen schwere Magnet alle Spezifikationen erfüllt. Er erzeugt ein Magnetfeld von 1,6 Tesla und kann den Teilchenstrahl in einem Winkel von 7,5 Grad ablenken. Es handelt sich bei dem Magnet um einen sogenannten Dipolmagnet. Dipolmagnete bilden zwischen ihren Polen ein homogenes Magnetfeld aus und sollen in der zukünftigen Beschleunigeranlage FAIR beim Transport der Teilchenstrahlen zu deren Ablenkung eingesetzt werden. Zwischen den beiden Polen befindet sich das Strahlrohr, durch das die Teilchen hindurch fliegen. Das Strahlrohr dieses Dipolmagnets weist allerdings eine Besonderheit auf: es besitzt eine V-förmige Geometrie, um die Teilchen in verschiedene Richtungen leiten zu können. Das Innere des Strahlrohrs steht unter Vakuum, damit die Teilchen auf ihrem Weg durch die Röhre nicht mit Luftmolekülen kollidieren.

Der nun getestete Dipolmagnet wird in die Strahlführung eingebaut werden, die den Teilchenstrahl vom bestehenden GSI-Ringbeschleuniger direkt zu einem Experiment von FAIR führt. Bis zu seinem Einbau in die Anlage FAIR ist geplant, den Magnet zum Kalibrieren der Messanlagen für weitere Beschleunigerkomponenten zu nutzen.

Der Dipolmagnet wurde von GSI konzipiert und designt. Auf Basis dieser technischen Spezifikationen wurden die Fertigungszeichnungen erstellt und die Komponenten vom Efremov-Institut in St. Petersburg gefertigt. Die zugehörige Vakuumröhre wurde im Budker-Institut für Kernphysik im russischen Novosibirsk gebaut, das für diesen Auftrag mit dem Efremov-Institut zusammenarbeitet. Es ist der erste von insgesamt 51 Magneten, die in den kommenden Jahren vom Efremov-Institut für FAIR gebaut werden. Sie beruhen auf auf dem gleichen Prinzip, besitzen jedoch unterschiedliche Ablenkwinkel und Magnetfeldstärken. Die 51 Magnete und Vakuumkammern sind ein russischer Sachbeitrag für FAIR.

Rund 365 Magnete unterschiedlicher Bauart werden insgesamt für den Strahltransport der Anlage FAIR benötigt. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Beauftragung für den Bau der Komponenten bereits erfolgt.


/fileadmin/oeffentlichkeitsarbeit/Aktuelles/2016/DIP1s_0.JPG
/fileadmin/oeffentlichkeitsarbeit/Aktuelles/2016/DIP1s_0_Gruppe.jpg
Dipolmagnet im Teststand.
Die Projektgruppe.
Die Spezifikationen des Dipolmagnets werden im Teststand exakt vermessen.
1,60 Meter breit, 1,80 Meter lang und 9 Tonnen schwer: Das sind die Dimensionen des Dipolmagnets. Am Projekt beteiligte Personen (von links): Juri Beliakin, Vitaly Palchik, Ron Rudolf Mändl, Frank Hagenbuck, Christina Will, Bruno Merk, Alexander Krasnov, Edgar Mahner, Andreas Krämer, Carsten Mühle, Aleksei Konstantinov.
Foto: Mischa Weipert
Foto: Efremov Institut