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01.04.2016 | Hannah Petersen erhält Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Foto: U. Dettmar

Professorin Hannah Petersen

 

Die diesjährigen Trägerinnen und Träger des wichtigsten Preises für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland stehen fest. Für die diesjährige Preisrunde waren insgesamt 134 Forscherinnen und Forscher aus allen Fachgebieten vorgeschlagen worden, von denen 15 in die engere Wahl kamen. Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingesetzte Auswahlausschuss bestimmte jetzt in Bonn fünf junge Wissenschaftlerinnen und fünf junge Wissenschaftler für die Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2016. Sie erhalten die mit je 20 000 Euro dotierte Auszeichnung am 18. Mai in Berlin. Eine der Preisträgerinnen ist Professorin Hannah Petersen, die seit dem Jahr 2012 eine Helmholtz-Nachwuchsgruppe bei GSI leitet. Im Jahr 2013 erreichte sie der Ruf auf eine W2-Professur an der Goethe-Universität Frankfurt.

Auf dem Gebiet der relativistischen Schwerionenkollisionen arbeitet Petersen an neuen theoretischen Beschreibungen des sogenannten „Little Bang“. Bei Schwerionenstößen entsteht ein Quark-Gluon-Plasma mit extrem hohem Druck, unter dem das Plasma sich explosionsartig ausdehnt. Hierbei herrschen Bedingungen, die denen beim Urknall („Big Bang“) ähneln. Petersen erkannte und untersuchte als eine der Ersten, dass und wie der Verlauf dieser Explosion von Dichte- und Temperaturschwankungen als Folge von Quanteneffekten beeinflusst wird. Über den Vergleich von Theorie und experimentellen Daten stellte Hannah Petersen ein vielzitiertes Hybrid-Modell auf, das die Dynamik des Plasmas und seine Viskosität in Abhängigkeit vom jeweiligen Anfangszustand der Quantenfluktuation abbildet. Mit ihrer „event-by-event“-Analysemethode liefert die Frankfurterin neue Grundlagen für experimentelle Messungen zum Beispiel am Relativistic Heavy Ion Collider (Brookhaven, USA) und an der zukünftigen Facility for Antiproton and Ion Research (Darmstadt).

Als Anerkennung und zugleich als Ansporn, ihre wissenschaftliche Laufbahn geradlinig fortzusetzen, wird der Heinz Maier-Leibnitz-Preis seit 1977 jährlich an hervorragende junge Forscherinnen und Forscher verliehen. Benannt nach dem Atomphysiker und früheren DFG-Präsidenten – in dessen Amtszeit er erstmals vergeben wurde –, gilt der Preis nicht nur als der wichtigste seiner Art für den Forschernachwuchs in Deutschland. In einer Umfrage der Zeitschrift „bild der wissenschaft“ wählten die großen Forschungsorganisationen den Heinz Maier-Leibnitz-Preis zum drittwichtigsten Wissenschaftspreis in Deutschland überhaupt – nach dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG und dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten.

Die weiteren Preisträger sind:
  • Aline Bozec, Rheumatologie, Universitätsklinikum Erlangen
  • Tobias Erb, Mikrobiologie, Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie, Marburg
  • Daniel Gutzmann, Allgemeine Sprachwissenschaften, Universität Frankfurt/Main
  • Markus Krötzsch, Informatik / Wissensrepräsentation, Technische Universität Dresden
  • Christoph Lundgreen, Alte Geschichte, Technische Universität Dresden
  • Isabell Otto, Medienwissenschaft, Universität Konstanz
  • Ludovic Righetti, Robotik, Max-Planck-Institute für Intelligente Systeme, Tübingen
  • Tatjana Tchumatchenko, Theoretische Neurowissenschaften, Max-Planck-Institut für Hirnforschung, Frankfurt/Main
  • Celine Teney, Empirische Sozialforschung, Universität Bremen
Weitere Informationen:

Pressemitteilung der DFG


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Professorin Hannah Petersen
Foto: U. Dettmar