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25.11.2015 | GSI-Doktorandenpreis für Fallen-Experiment

Foto: Gaby Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Dr. Andreas Mooser (2. v. l.) bei der Preisübergabe.

 

Dr. Andreas Mooser wurde mit dem GSI-Doktorandenpreis ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seine Promotionsarbeit über die hochpräzise Vermessung des magnetischen Moments des Protons. Der Preis, der jährlich verliehen wird, ist mit 1000 Euro dotiert und wird von Pfeiffer Vacuum gestiftet. Den Preis übergaben der Wissenschaftliche Geschäftsführer der GSI Professor Karlheinz Langanke und Dr. Ulrich von Hülsen, Mitglied der Geschäftsleitung der Pfeiffer Vacuum Technology AG. Ehrengast und Festredner war ESA-Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner.

Für seine Doktorarbeit hielten Mooser und seine Kollegen über 13 Monate hinweg ein einzelnes Proton bei minus 268 Grad Celsius gefangen, um so das magnetische Moment des Protons zu messen. Dies machte ein hochpräzises Gerät möglich, die sogenannte Doppelpenning-Falle. Gemeinsam mit Wissenschaftlern von GSI, dem Max-Planck-Institut für Kernphysik Heidelberg und der japanischen Forschungseinrichtung RIKEN entwickelte Mooser diese vakuumisolierte Apparatur mit höchster Sensitivität für die Experimente an der Universität Mainz. „So konnten wir einzelne Quantensprünge des Protonenspins detektieren”, erklärt er. Besonders interessant ist das magnetische Moment des Protons für das Rätsel um Antimaterie in unserem Universum. So können der präzise Vergleich der magnetischen Momente von Antiproton und Proton Einblicke liefern, weshalb sich nach dem Urknall Materie und Antimaterie nicht vollständig gegenseitig vernichteten und ein Überschuss an Materie übrig blieb, aus dem unsere Welt entstand. Kürzlich durchgeführte Experimente der BASE-Kollaboration am CERN, der Mooser mittlerweile angehört, zeigten, dass beide Ladungs-zu-Masse Verhältnisse gleich groß sind.

„Ich fühle mich geehrt und freue mich sehr, dass meine Arbeit mit dem GSI-Doktorandenpreis ausgezeichnet wurde“, sagte Andreas Mooser, der seine Doktorarbeit an der Universität Mainz, dem Helmholtz Institut Mainz und bei GSI schrieb. „Die Messung des magnetischen Moments des Protons ebnet den Weg für zukünftige Forschung zur fehlenden Antimaterie im Universum.“

Pfeiffer Vacuum und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung verbindet eine langjährige Partnerschaft. Vakuumlösungen von Pfeiffer Vacuum werden dort seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. Dr. Ulrich von Hülsen, Mitglied der Geschäftsleitung der Pfeiffer Vacuum Technology AG, gratulierte dem Preisträger: „Die Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlern in der Spitzenforschung ist für Pfeiffer Vacuum von großer Bedeutung. Seit 125 Jahren setzt Pfeiffer Vacuum Maßstäbe in der Vakuumtechnik. Das Unternehmen blickt auf eine von Pioniergeist und Leidenschaft geprägte Erfolgsgeschichte zurück, die von Beginn an zum technologischen Fortschritt von Industrie und Wissenschaft beigetragen hat."

„Die hervorragenden Forschungsmöglichkeiten an der GSI-Beschleunigeranlage und die Entwicklung der zukünftigen Beschleunigeranlage FAIR locken viele junge Wissenschaftler aus aller Welt zur GSI“, sagte Professor Karlheinz Langanke, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der GSI. „Sie leisten mit ihrer innovativen Ideen wichtige Beiträge zur Entwicklung der neuen Beschleuniger und Detektoren.“

Der GSI-Doktorandenpreis wird jährlich für die beste Doktorarbeit ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt ist, wer im vorangegangenen Jahr promoviert worden ist und durch GSI im Rahmen der strategischen Partnerschaften mit den Universitäten in Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Heidelberg, Jena, Mainz oder durch das Forschungs- und Entwicklungsprogramm gefördert wurde. Aktuell arbeiten über 300 Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen der Graduiertenschule HGS-HIRe (Helmholtz Graduate School for Hadron and Ion Research) an ihren Promotionsarbeiten an GSI und FAIR.


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Dr. Andreas Mooser (2. v. l.) bei der Preisübergabe.
v. l.: Karlheinz Langanke, Wissenschaftlicher Geschäftsführer GSI, Preisträger Dr. Andreas Mooser, Dr. Ulrich von Hülsen, Mitglied der Geschäftsleitung der Pfeiffer Vacuum Technology AG, Johann-Dietrich Wörner, Generaldirektor der Euopean Space Agency.
Foto: Gaby Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH