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05.11.2015 | Ankunft eines Schwergewichts - In Frankreich gefertigter Magnet für FAIR erreicht GSI

G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Ankunft bei GSI und FAIR.

G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

GLAD wird befestigt.

G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Luftkissen-Transport.

 

Der Magnet GLAD hat heute das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research in Europe) erreicht. Eine Woche dauerte die 600 Kilometer lange Reise des 60 Tonnen schweren wissenschaftlichen Gerätes von Saclay bei Paris nach Darmstadt. Der im Forschungszentrum CEA in Saclay gefertigte supraleitende Magnet GLAD (GSI Large Acceptance Dipole) wird Teil des sogenannten R3B-Experiments an der Beschleunigeranlage von FAIR. Mit dem Experiment werden Wissenschaftler Reaktionsprozesse erforschen, die für die Entstehung der Elemente in Sternexplosionen verantwortlich sind.

Rund 50 Ingenieure und Wissenschaftler mit Unterstützung von Industriepartnern waren in jahrelanger Arbeit an der Entwicklung und dem Bau des Magneten beteiligt. Nun ist er an seinem Einsatzort angekommen. Ein spezieller Schwerlastkranwagen war nötig, um den 60 Tonnen schweren Magneten abzuladen. Auf Luftkissen wurde der Magnet anschließend in die GSI-Experimentierhalle gefahren. Hierbei war Maßarbeit gefragt: das Tor ist nur wenige Zentimeter größer, als der 5,70 Meter lange, 8,60 Meter breite und 4,30 Meter hohe Magnet.

"Der GLAD-Magnet ist ein zentrales Instrument für die Untersuchung exotischer Kerne und ein hervorragendes Beispiel für ein technologisch sehr anspruchsvolles Projekt, das im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit für FAIR nun erfolgreich zu Ende geführt wurde", sagt Haik Simon, der zuständige Projektbereichsleiter von GSI.

Mit GLAD und dem R3B-Experiment wollen Wissenschaftler die Eigenschaften seltener und höchst instabiler Atomkerne untersuchen, die einen hohen Überschuss von Neutronen gegenüber Protonen haben. Die Erforschung dieser neutronenreichen Kerne ist ein entscheidender Schritt zum Verständnis von Sternexplosionen. Dort treten die neutronenreichen Kerne als Zwischenglieder in Reaktionen auf, durch die alle schweren Elemente, wie Blei oder Gold, gebildet werden, die wir heute auf der Erde finden.

GLAD wird zunächst ausführlichen Tests unterzogen, um seine Spezifikationen genau zu verifizieren. Es wird mehrere Monate dauern, bis der neu entwickelte Magnet vollständig in dem Experimentaufbau eingebaut, angeschlossen und seine Spulen auf unter minus 268 Grad Celsius abgekühlt sein werden. Anschließend kann der Magnet für Experimente an der GSI-Anlage eingesetzt werden, bevor er später an der zukünftigen Beschleunigeranlage FAIR zum Einsatz kommt.

An der Beschleunigeranlage von FAIR wird eine Vielzahl sehr neutronenreicher Kerne erstmals in ausreichender Menge erzeugt werden, sodass Wissenschaftler ihre Eigenschaften vermessen können und somit dem Verständnis der Elemententstehung im Universum näher kommen.


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Ankunft bei GSI und FAIR.
GLAD wird befestigt.
Luftkissen-Transport.
Schwertransporter aus Frankreich mit dem Magneten GLAD bei der Ankunft bei GSI.
Mitarbeiter der Großmontage arbeiten an den Befestigungen des GLAD-Magneten.
Der GLAD-Magnet wird auf Luftkissen in die GSI-Experimentierhalle geschoben.
G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung