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03.06.2015 | Höchstleistungsrechenzentrum „Green Cube“ erhält hohe internationale Auszeichnung

Copyright: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Das Gebäude des Höchstleistungsrechenzentrums Green Cube.

 

Das im Bau befindliche energie- und kostensparende Höchstleistungsrechenzentrum Green Cube des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung hat beim Europäischen Kongress für Rechenzentren und Cloud-Computing „Datacloud 2015“ eine hohe internationale Auszeichnung als innovatives Rechenzentrum erhalten. Am Dienstagabend erhielt es in Monte Carlo den Hauptpreis des renommierten „Datacloud Enterprise Datacentre Award“. Mit dem Preis werden herausragende technische Entwicklungen ausgezeichnet. Im Falle des Green Cube ist dies extrem hohe Rechenleistung für die wissenschaftlichen Nutzer gepaart mit herausragender Energie- und Kosteneffizienz.

Der Green Cube wird die effiziente Auswertung enormer Datenmengen möglich machen, die bei Experimenten an den Beschleunigeranlagen von GSI und zukünftig von FAIR entstehen. Im Endausbau wird Green Cube mit einer Kühlleistung von zwölf Megawatt eines der größten wissenschaftlichen Rechenzentren der Welt sein. Es wird auch den energieeffizientesten Supercomputer der Welt beherbergen, den Höchstleistungsrechner L-CSC, der derzeit auf Platz eins der weltweiten Rangliste der energiesparendsten Supercomputer „Green500“ steht. Mit einem Watt elektrischer Leistung erzielt der L-CSC eine Rechenleistung von 5,27 Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde. 

In einer ersten Ausbaustufe wird der Green Cube im Herbst dieses Jahres in Betrieb gehen. Der Green Cube wird nach einem vom Leiter des Bereichs Wissenschaftliche Informationstechnologie bei GSI, Professor Volker Lindenstruth, am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) und an der Goethe-Universität Frankfurt entwickelten Konzept auf dem GSI-Gelände erbaut. Dies ermöglicht durch ein neuartiges Kühlkonzept erhebliche Energie- und Kosteneinsparungen, sowohl beim Bau als auch beim Betrieb. Die Investitionskosten im Endausbau werden rund 16 Millionen Euro betragen.

Schlüssel für die hohe Energie- und Kosteneffizienz von Green Cube ist ein spezielles Kühlsystem, bei dem die entstehende Wärme bereits in den Türen der Rechnerschränke durch Wasserkühlung abgeführt wird. Dadurch wird die zur Kühlung benötigte Energie auf ein Zehntel im Vergleich zu herkömmlichen Supercomputern reduziert. Außerdem braucht das Rechenzentrum keine aufwendige Kühlung der Raumluft, die Rechnerschränke können sogar wie in einem Hochregallager dicht an dicht gestapelt werden, was wiederum die Investitionskosten reduziert. Das Rechenzentrum Green Cube wird weniger als zehn Prozent der für die Rechner benötigten elektrischen Leistung für die Kühlung und den gesamten übrigen Betrieb benötigen (Techniker nennen dies PUE<1,1).

Der Datacloud-Award, mit dem Green Cube jetzt ausgezeichnet wurde, wurde bereits zum achten Mal für herausragende Leistungen bei der Entwicklung von Rechenzentren und Cloud-Computing – der Nutzung von Großrechnern per Internet –  bei der Datacloud-Konferenz verliehen. Insgesamt gibt es Hauptgewinner in zehn Kategorien sowie einen Sonderpreis der Jury.

 

Mehr Informationen:

20.11.2014 | GSI-Supercomputer ist Energiespar-Weltmeister

Datacloud 2015

 

 

 


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Das Gebäude des Höchstleistungsrechenzentrums Green Cube.
Das Gebäude des Höchstleistungsrechenzentrums Green Cube.
Copyright: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung