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28.04.2015 | Kollaborationsvertrag unter Dach und Fach

FAIR und JINR schließen Vertrag über den Bau von Magneten für Teilchenbeschleuniger

Copyright: Grigory V. Trubnikov, JINR Dubna

Boris Sharkov, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der FAIR GmbH und Victor Matveev, Direktor des JINR in Dubna, bei der Vertragsunterzeichnung.

Copyright: Hamlet Khodzhibagiyan, JINR Dubna

Ein bereits fertiggestellter Sextupolmagnet für den FAIR-Beschleunigerring.

Copyright: GSI Helmholtzzentrum

3D-Studie eines Quadrupolmagneten

 

Ende Februar 2015 haben die FAIR GmbH und das Joint Institute for Nuclear Research (JINR) in Dubna, Russland, einen Vertrag über den Bau von über 300 tonnenschweren Magneten unterschiedlicher Bauart geschlossen. Die Magnete sollen im großen Ringbeschleuniger SIS 100 von FAIR zum Einsatz kommen. Sie sind Teil der hochtechnologischen Sachmittel-Beiträge aus Russland für FAIR.

„Jetzt kann das JINR mit der Fertigung der innovativen supraleitenden Magnete beginnen. Diese basieren auf einer neuen und einzigartigen Technologie, um ganz unterschiedliche Arten von Teilchen besonders effizient und flexibel auf ihrer Bahn zu kontrollieren“, freut sich Boris Sharkov, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der FAIR GmbH. Nach der Fertigung werden die Magnete in Dubna umfangreichen Tests unterzogen, bevor sie bei FAIR zum Einsatz kommen.

Die supraleitenden Magnete wurden von dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung konstruiert und basieren auf einer langjährigen, gemeinsamen Entwicklungsarbeit mit dem JINR. Sie sind die zentralen Komponenten des Ringbeschleunigers SIS100 und halten die mit nahezu Lichtgeschwindigkeit umlaufenden Teilchen auf ihrer Bahn. Das SIS100 besitzt einen Umfang von 1.100 Metern und wird insgesamt aus über 800 Hauptkomponenten bestehen.

Bei der Entwicklung der supraleitenden Magnete ist es erstmals gelungen zwei Technologien miteinander zu vereinen. Die Magnete sind mit supraleitenden Kabeln ausgestattet, die eine sehr schnelle Veränderung des Magnetfelds erlauben. Gleichzeitig werden die Vakuumkammern, in denen der Teilchenstrahl geführt wird, auf fast minus 273 Grad Celsius abgekühlt. Denn nur so kann innerhalb einer halben Sekunde das maximale Magnetfeld erzeugt und gleichzeitig das erforderliche Vakuum, von einem Billiardstel des Umgebungsdrucks, erreicht werden. Unter diesen Bedingungen lassen sich sehr schwere Atomkerne auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigen.


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Boris Sharkov, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der FAIR GmbH und Victor Matveev, Direktor des JINR in Dubna, bei der Vertragsunterzeichnung.
Ein bereits fertiggestellter Sextupolmagnet für den FAIR-Beschleunigerring.
3D-Studie eines Quadrupolmagneten
Boris Sharkov, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der FAIR GmbH und Victor Matveev, Direktor des JINR in Dubna, bei der Vertragsunterzeichnung.
Ein bereits fertiggestellter Magnet für den FAIR-Beschleunigerring. Dieser sogenannte Sextupol-Magnet hat die Aufgabe die Teilchenstrahlen zu fokussieren.
3D-Studie eines Quadrupolmagneten, wie sie am JINR gefertigt werden.
Copyright: Grigory V. Trubnikov, JINR Dubna
Copyright: Hamlet Khodzhibagiyan, JINR Dubna
Copyright: GSI Helmholtzzentrum