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18.03.2015 | Jugendliche auf Teilchenjagd

International Masterclass ermöglicht Schülern Einblicke in CERN-Forschung

G. Otto, GSI

Schülerinnen und Schüler analysieren Originaldaten eines LHC-Experiments.

 


Am 13. März fand die 5. International Masterclass am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung statt. 24 Oberstufenschülerinnen und Schüler waren aufgerufen einen Tag wie ein Teilchenphysiker zu forschen und Daten zu analysieren, die von einem Experiment am leistungsfähigsten Beschleuniger der Welt stammen – dem Large Hadron Collider (LHC) am CERN in Genf.


Die interessierten Jugendlichen waren aufgerufen bei GSI Daten des ALICE-Experiments auszuwerten und zu interpretieren. Unter fachgerechter Anleitung von Wissenschaftlern analysierten sie eigenhändig ALICE aktuelle Daten, die in Proton-Proton-Kollisionen und in Kollisionen von Blei-Atomkernen aufgenommen wurden. Bei den Kollisionen entsteht für sehr kurze Zeit ein Materiezustand, der kurz nach dem Urknall vermutet wird: das sogenannte Quark-Gluon-Plasma.  Dieses Plasma ist instabil und zerfällt nach Bruchteilen von Sekunden. Dabei werden Teilchen freigesetzt, die Aufschluss geben über die Bedingungen, die im Quark-Gluon-Plasma herrschen.

Grundidee des Programms ist, dass die Schüler weitgehend selbst wie ein Forscher arbeiten. Dazu gehört auch die Videokonferenz zum Abschluss des Tages. In einer Konferenzschaltung mit Schülergruppen von Universitäten in Frankfurt, Münster und Prag  und dem CERN präsentieren und diskutieren die Jugendlichen ihre Messergebnisse – genau so wie dies auch die Forscher in ihren internationalen Kollaborationen tun. So erhalten die Schüler authentische Eindrücke vom Forschungsalltag in der Teilchenphysik.

210 Universitäten und Forschungsinstitute in 42 Ländern nehmen an den International Masterclasses teil. Neu dabei ist in diesem Jahr Marokko. Die weltweite Beteiligung spiegelt die für die Teilchenphysik so typische internationale Zusammenarbeit wider. Veranstalter ist die International Particle Physics Outreach Group (IPPOG). Alle Veranstaltungen finden statt in Zusammenarbeit mit Netzwerk Teilchenwelt, dem bundesweiten Netzwerk zur Vermittlung von Teilchenphysik an Jugendliche und Lehrkräfte. Die Projektleitung der International Masterclasses ist an der TU Dresden angesiedelt. Veranstalter ist IPPOG, die International Particle Physics Outreach Group, ein eigenständiges Komitee aus Vertretern der am CERN forschenden Länder sowie von CERN und DESY. Ziel der Gruppe ist es, die Teilchenphysik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Weitere Informationen:

Kontakte:


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Schülerinnen und Schüler analysieren Originaldaten eines LHC-Experiments.
Schülerinnen und Schüler analysieren Originaldaten eines LHC-Experiments.
G. Otto, GSI