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Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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05.06.2014 | Wissenschaftsminister Boris Rhein besucht FAIR und GSI

Foto: Gaby Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Boris Rhein zu Gast bei GSI und FAIR.

Foto: Gaby Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein am HADES-Detektor.

 

Wissenschaftsminister Boris Rhein besuchte heute die Facility for Antiproton and Ion Research in Europe GmbH (FAIR GmbH) und die GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt. Dabei informierte er sich über die Fertigstellung eines neuen Bauabschnitts der FAIR-Anlage sowie den erst kürzlich erbrachten Nachweis eines neuen superschweren Elementes mit der Ordnungszahl 117 bei GSI.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Die wissenschaftlichen Erfolge machen deutlich, welches Potenzial in den beiden Einrichtungen steckt. Die Zukunft Hessens entscheidet sich ganz maßgeblich an der Entwicklung von Forschung, Technologie und Innovation. Nur mit der Aufrechterhaltung der Innovationsfähigkeit unseres Landes sind Wohlstand und nachhaltiges Wachstum auch für die kommenden Generationen möglich. Mit der neuen Beschleunigeranlage FAIR schaffen wir gemeinsam mit dem Bund und den internationalen Partnern die nachhaltige Grundlage dafür, dass diese wissenschaftliche Erfolgsgeschichte weitergeschrieben werden kann.“

Ein internationales Wissenschaftlerteam konnte vor kurzem das superschwere Element mit der Ordnungszahl 117 nachweisen und damit die Entdeckung eines russisch-amerikanischen Wissenschaftlerteams bestätigen. Dieser Nachweis ist der jüngste Forschungserfolg der hessischen Großforschungseinrichtung, an der bereits die Elemente 107 bis 112 entdeckt wurden. Zwei dieser Elemente tragen daher die Namen Hassium und Darmstadtium und ehren damit Sitzland und Standort der GSI.

In den nächsten Jahren entsteht unter der Leitung der FAIR GmbH und mit wesentlichen Beiträgen der GSI die neue internationale Beschleunigeranlage FAIR, eines der größten Forschungsvorhaben weltweit. FAIR bietet dann 3.000 Wissenschaftlern aus aller Welt eine einzigartige Forschungsstätte, an der sie neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums vom Urknall bis heute gewinnen können. Neben der Grundlagenforschung sollen an FAIR neue medizinische Therapie- und Diagnoseverfahren, neue Materialien beispielsweise für die Raumfahrt und energieeffizientere Hochleistungscomputer entwickelt werden.

„Die GSI hat in den mehr als 40 Jahren ihres Bestehens wissenschaftliche Meilensteine gesetzt, die Strahlkraft in die ganze Welt haben. Darauf sind wir Hessen stolz und wir freuen uns mit FAIR auf spannende Ergebnisse der Grundlagenforschung sowie auf innovative Anwendungen“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Hintergrundinformationen

Die GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH ist ein vom Bund und dem Land Hessen sowie von den Ländern Thüringen und Rheinland-Pfalz finanziertes Forschungszentrum mit einem Jahresetat von gut 108 Millionen Euro und mehr als 1.200 Mitarbeitern. Die GSI betreibt eine große, weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionenstrahlen. Jährlich nutzen etwa 1.200 Wissenschaftler aus aller Welt die Ionenstrahlen für Experimente in der Grundlagenforschung. Das Forschungsprogramm umfasst ein breites Spektrum von der Kern- und Atomphysik über die Plasma- und Materialforschung bis hin zur Biophysik und Medizin. GSI ist Hauptgesellschafter von FAIR und insoweit verantwortlich für Bau und Inbetriebnahme der Beschleunigeranlage.

Die internationale Teilchenbeschleunigeranlage FAIR, die zurzeit von der Facility for Antiproton and Ion Research in Europe GmbH (FAIR GmbH) gebaut wird, ist ein von Deutschland und neun internationalen Partnern getragene Großforschungsanlage mit einem Investitionsvolumen von rund 1,6 Milliarden Euro. FAIR wird derzeit in Darmstadt in unmittelbarer Nachbarschaft des GSI Helmholtz-Zentrums für Schwerionenforschung errichtet. FAIR wird voraussichtlich 2018 den Forschungsbetrieb aufnehmen und dann Anziehungspunkt für mehr als 3.000 Wissenschaftler aus aller Welt sein. Schon heute sind 3.000 Wissenschaftler aus mehr als 50 Ländern an der Konstruktion der FAIR-Beschleuniger und -Experimente beteiligt.


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Boris Rhein zu Gast bei GSI und FAIR.
Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein am HADES-Detektor.
v. l.: Forschungsdirektor und Administrativer Geschäftsführer FAIR, Prof. Dr. Günther Rosner; Wissenschaftlicher Geschäftsführer GSI, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Stöcker; Hessischer Wissenschaftsminister, Boris Rhein; Forschungsdirektor GSI, Prof. Dr. Karlheinz Langanke; Wissenschaftlicher Geschäftsführer FAIR, Prof. Dr. Boris Sharkov; Administrativer Geschäftsführer GSI, Dr.-Ing. Jürgen Henschel
Foto: Gaby Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
Foto: Gaby Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH