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28.05.2014 | Letzter Bohrpfahl gesetzt: Fundament für Bau der FAIR-Anlage gelegt

Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

FAIR-Bohrpfahlarbeiten

 

Heute Mittag setzten Mitarbeiter der vor Ort eingesetzten Baufirmen den letzten von insgesamt 1.350 Bohrpfählen. Diese mit Stahl verstärkten Pfähle mit bis zu 60 Meter Länge und 1,20 Meter Durchmesser stabilisieren den Baugrund, damit sich die Gebäude der FAIR-Anlage später weniger und vor allem gleichmäßig setzen. Durch Optimierung der Bohrpfahltechnik konnte der Unternehmer die Arbeiten mehr als ein halbes Jahr früher abschließen.

Nur 15 Monate dauerten die Bohrpfahlarbeiten an: Schon frühzeitig hatte der Unternehmer die Bohrpfahltechnik vor Ort verbessert. Mit fünf modernen Drehbohrgeräten – unter anderem den erstmals auf der FAIR-Baustelle eingesetzten und weltweit größten Spezialtiefbaugeräten dieser Art – konnten die Bauunternehmer je einen Bohrpfahl pro Gerät und Tag herstellen.

Auch auf die im Vorfeld erstellten Bodengutachten war während der Bauphase durchgängig Verlass. „Bodengutachten sind eine schwierige Sache, besonders bei den Tiefen, in denen wir arbeiten. Wir haben keine Überraschungen erlebt“, lobt Dr. Florian Hehenberger, Baudirektor bei FAIR, die Arbeit der Gutachter. Zudem konnte die Konstruktion der Bohrpfähle verbessert werden, sodass insgesamt weniger Bohrpfähle gesetzt werden mussten. So konnte dieser Bauabschnitt ein mehr als ein halbes Jahr früher abgeschlossen werden als geplant. „Für uns ist damit ein Meilenstein in diesem Großbauprojekt erreicht“, freut sich Hehenberger.

Solide bauen auf Sand

Die schwere FAIR-Anlage mit teils meterdicken Betonwänden benötigt ein solides Fundament, damit sich ihre Bauwerke möglichst gleichmäßig und in einer kalkulierbaren Zeit setzen können. Um die Setzungen einschätzen zu können, führten Geotechniker im Vorfeld umfangreiche Baugrunduntersuchungen durch. Die 250 dabei entnommenen Bodenproben ergaben, dass der Baugrund hauptsächlich aus Sanden, Schluffen und Ton besteht. Solche Böden sind kompressibel, das heißt, sie verändern ihre Dichte unter großem Druck. Das für FAIR umgesetzte Gründungskonzept, das vorsieht, dass die Bohrpfähle an die späteren Fundamentplatten der Gebäude stoßen, verringert die Setzungen und Setzungsunterschiede der Gebäude um bis zu 50 Prozent. Voraussichtlich werden die Setzungen ein Jahr nach Abschluss der Bauarbeiten im Wesentlichen abgeschlossen sein.

Schwergewichte verlassen die Baustelle

Abschließende Arbeiten für diesen Bauabschnitt stehen jetzt im Fokus: Vor kurzem hat bereits ein Drehbohrgerät per Schwerlasttransport die Baustelle verlassen. In den nächsten Wochen werden die letzten drei Bohrgeräte transportfertig gemacht. Auch der durch die Bohrpfahlarbeiten entstandene Erdaushub wird in der nächsten Zeit abtransportiert.

Das eigens für die Bohrpfahlarbeiten errichtete Betonmischwerk wird ebenfalls abgebaut. Da der Beton vor Ort gemischt wurde, fiel der Transportaufwand geringer aus, da lediglich die Bestandteile angeliefert werden mussten. So konnte der Beton je nach Bedarf immer in der richtigen Menge zum gegebenen Zeitpunkt gemischt und verbaut werden. Auch das Mischwerk wird an anderer Stelle seinen Dienst tun.

Auf dem Weg zum Rohbau

Mit dem Rohbau beginnt FAIR im kommenden Jahr. Bis dahin werden noch verschiedene kleinere Arbeiten auf der Baustelle abgeschlossen. Zum Beispiel werden auf dem Baugebiet am nördlichen Baustellenzugang (Prinzenschneise) Containerbüros für die Bauleitung und ein Container mit einem Besucherzentrum entstehen. Zudem müssen Baustelleneinrichtungsflächen fertiggestellt und ein Stück Baustraße auf dem Baufeld ergänzt werden.

Diese Meldung wurde von der Webseite der FAIR GmbH übernommen.


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FAIR-Bohrpfahlarbeiten
Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung