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01.04.2014 | Teilchenphysiker „für einen Tag“

International Masterclass beteiligt Schüler an CERN-Forschung

Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Schülerinnen und Schüler werten Originaldaten eines LHC-Experiments aus.

Einführungsvortrag

Einführungsvortrag

 

Es ist eine besondere Gelegenheit für Oberstufenschüler: Im Rahmen der International Masterclasses können sie auf Teilchenjagd gehen und mit Daten arbeiten, die vom größten Beschleuniger der Welt stammen – dem Large Hadron Collider (LHC) am CERN in Genf. Am 1. April 2014 findet die International Masterclass beim GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt statt.

Interessierte Schülerinnen und Schüler ab Klasse 11 werten bei GSI Daten des ALICE-Experiments aus. Nach einer Einführung in die Teilchenphysik und die Forschung an einem Teilchenbeschleuniger wie dem LHC, besichtigen die Teilnehmer die GSI-Forschungsanlage. Danach analysieren sie eigenhändig unter fachgerechter Anleitung von Wissenschaftlern mit den Auswerteprogrammen von ALICE aktuelle Daten, die in Proton-Proton-Kollisionen und in Kollisionen von Blei-Atomkernen aufgenommen wurden. „Die Schülerinnen und Schüler vollziehen selbst nach, wie eine wissenschaftliche Entdeckung zustande kommt“, sagt Ralf Averbeck, ALICE-Wissenschaftler bei GSI und Organisator der GSI-Masterclass. „So hautnah an der Wissenschaft ist man sonst selten.“ Zum 4. Mal findet bei GSI die International Masterclass statt. Dieses Jahr werden 28 Schülerinnen und Schüler erwartet.

Grundidee des Programms ist, dass die Schüler weitgehend selbst wie ein Forscher arbeiten. Dazu gehört auch die Videokonferenz zum Abschluss des Tages. In einer Konferenzschaltung mit Schülergruppen aus anderen Ländern und dem CERN oder Fermilab (Batavia, Illinois, USA) präsentieren und diskutieren die Jugendlichen ihre Messergebnisse – genau so wie dies auch die Forscher in ihren internationalen Kollaborationen tun. So erhalten die Schüler authentische Eindrücke vom Forschungsalltag in der Teilchenphysik.

200 Universitäten und Forschungsinstitute in 40 Ländern nehmen an den International Masterclasses teil. Neu dabei sind in diesem Jahr die Länder Chile, Jamaika, Ecuador und Mexiko. Veranstalter ist die International Particle Physics Outreach Group (IPPOG), die rund 10.000 Teilnehmer erwartet. Alle Veranstaltungen finden statt in Zusammenarbeit mit Netzwerk Teilchenwelt, dem bundesweiten Netzwerk zur Vermittlung von Teilchenphysik an Jugendliche und Lehrkräfte. Die Projektleitung der International Masterclasses ist an der TU Dresden angesiedelt. Veranstalter ist IPPOG, die International Particle Physics Outreach Group, ein eigenständiges Komitee aus Vertretern der am CERN forschenden Länder sowie von CERN und DESY. Ziel der Gruppe ist es, die Teilchenphysik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Weitere Informationen:

Kontakte:


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Schülerinnen und Schüler werten Originaldaten eines LHC-Experiments aus.
Einführungsvortrag
Dr. Jochen Thäder gibt den Masterclass-Teilnehmern eine Einführung in das ALICE-Experiment.
Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung