FAIR

Bei GSI entsteht das neue Beschleunigerzentrum FAIR. Erfahren Sie mehr.

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21.02.2014 | GSI-Ringbeschleuniger wieder in Betrieb

Über einjährige Umbauarbeiten für zukünftiges Beschleunigerzentrum FAIR

Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Neue SIS-Beschleunigungsstrecke

Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Bestrahlung von Zellen

 

Nach über einjährigen Umbauarbeiten ist der große Ringbeschleuniger mit einem Umfang von 216 Metern an der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt wieder in Betrieb genommen worden. Heute ist das erste wissenschaftliche Experiment angelaufen. Mit ihm untersuchen Wissenschaftler den Einfluss kosmischer Strahlung auf die bemannte Raumfahrt. Durch die Umbauarbeiten am Ringbeschleuniger, dem sogenannten SIS (Schwerionen-Synchrotron), wurden erste technische Voraussetzungen geschaffen, damit er wie vorgesehen in Zukunft als Vorbeschleuniger für die Beschleunigeranlage FAIR dienen kann. FAIR wird gerade in internationaler Zusammenarbeit gebaut und an die GSI-Beschleunigeranlagen angeschlossen.

In dem heute angelaufenen Experiment untersuchen Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit der European Space Agency, ESA, die Wirkung kosmischer Strahlung auf Zellen sowie die Abschirmeigenschaften verschiedener Materialien. Dies ist entscheidend für die bemannte Raumfahrt, denn Astronauten sind auf Weltraumflügen permanent kosmischer Strahlung ausgesetzt. Mit der GSI-Beschleunigeranlage können Ionenstrahlen genau so erzeugt werden, wie sie im Weltraum auftreten. Somit können die Wissenschaftler ihre Wirkung im Labor erforschen und entsprechende Vorkehrungen für die Raumfahrt entwickeln.

Geplant ist den Ringbeschleuniger bis Mitte Mai ununterbrochen, das heißt 24 Stunden am Tag, laufen zu lassen. Dies werden Wissenschaftler für etliche weitere Experimente in unterschiedlichen Forschungsgebieten wie zum Beispiel in der Kernphysik, Atomphysik, Materialforschung und Biophysik nutzen.

Wesentliche Neuerung beim Umbau war der Einbau einer neuen Beschleunigungsstrecke. Der Ringbeschleuniger SIS verfügt nun über drei statt bisher zwei Beschleunigungsstrecken. Auch in den kommenden Jahren werden weitere Umbaumaßnahmen stattfinden, bei denen zwei weitere Beschleunigungsstrecken eingebaut werden. Mit dann insgesamt fünf Beschleunigungsstrecken wird das SIS die Leistungsfähigkeit haben, Elemente aller Art zu beschleunigen und in die FAIR-Beschleunigeranlage einzuschießen.


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Neue SIS-Beschleunigungsstrecke
Bestrahlung von Zellen
Die neue Beschleunigungsstrecke (rechteckiger, silberfarbener Aufbau rechts vorne) wird für den späteren Betrieb von FAIR benötigt. Dahinter Umlenkmagnete (rot) und Fokussierungsmagnete (gelb).
In den aktuellen Biophysik-Experimenten untersuchen die Forscher auch den Einfluss kosmischer Strahlung auf Zellen.
Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Foto: G. Otto, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung