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29.11.2013 | Tetyana Galatyuk erhält Röntgen-Preis

Foto: Gaby Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Röntgen-Preisträgerin Tetyana Galatyuk.

 

Am Freitag, 29. November, wird Tetyana Galatyuk mit dem Röntgen-Preis der Justus-Liebig-Universität Gießen ausgezeichnet, da sie wesentlich an der Aufklärung des sogenannten DLS-Rätsels (Di-Leptonen-Spektrometer) beteiligt war. Es handelt sich dabei um die Frage, woher die unerwartet vielen Elektron-Positron-Paare in einer Teilchenkollision stammen. Der Preis ist mit 15 000 Euro dotiert und wird in Gießen überreicht.

Tetyana Galatyuk experimentiert am GSI-Detektor HADES. Dort stieß sie auf ein Phänomen, das DLS-Rätsel, das schon aus dem Teilchenbeschleuniger Berkeley bekannt war: Bei der Kollision von schweren Atomkernen enstanden unerwartet viele Elektron-Positron-Paare. Keines der damaligen theoretischen Modelle konnte das erklären. Galatyuk verglich in ihren Experimenten elementare Proton-Proton- und Proton-Neutron-Reaktionen mit Schwerionenreaktionen, wenn etwa Goldkerne auf Goldkerne treffen. „Sie hat dabei die große Bedeutung der Neutron-Proton-Bremsstrahlung erkannt“, sagt Professor Alfred Müller, Vorsitzender des Gutachterausschusses. „Sie ebnete damit den Weg für eine korrekte theoretische Beschreibung dieses Phänomens bei Kern-Kern-Kollisionen.“ Das habe das Gutachtergremium zur Verleihung des Preises an Galatyuk bewegt, so Müller. Es sei aber auch von der steilen Karriere von Frau Galatyuk beeindruckt, die es bereits in jungen Jahren zur Juniorprofessorin an der TU Darmstadt gebracht hat. Auch die Vorbildfunktion einer jungen dynamischen Wissenschaftlerin für Studierende und speziell für junge Frauen, die vor der Studienwahl stehen, sei ein Gesichtspunkt bei der Entscheidung für Tetyana Galatyuk gewesen.

Der Röntgen-Preis wird im Andenken an Wilhelm Conrad Röntgen verliehen. Er war ordentlicher Professor der Physik an der damaligen Ludwigs-Universität Gießen in den Jahren 1879 bis 1888. Er entdeckte die nach ihm benannte Röntgenstrahlung und erhielt als erster einen Physik-Nobelpreis. Seit 1975 verleiht die Justus-Liebig-Universität Gießen den Röntgen-Preis.


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Röntgen-Preisträgerin Tetyana Galatyuk.
Foto: Gaby Otto/GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH