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21.11.2013 | Zwei Wissenschaftlerinnen erhalten Christoph-Schmelzer-Preis

Foto: Gaby Otto /GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

Die zwei Preisträgerinnen bei der Vergabe.

 

Am 20. November erhielten Dr. Daniela Kraft und Dr. Ilaria Rinaldi den Christoph-Schmelzer-Preis 2013. Sie wurden damit für ihre herausragenden Dissertationen auf dem Gebiet der Tumortherapie mit Ionenstrahlen geehrt. Jedes Jahr wird diese Auszeichnung bei der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH vom Verein zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen e.V. verliehen.

Der Christoph-Schmelzer-Preis wird jährlich vergeben und ist mit 1 500 Euro für jede Preisträgerin dotiert. Im Rahmen der Verleihung stellten sie ihre Arbeiten vor:

Dr. Daniela Kraft hat die Langzeitfolgen einer Strahlentherapie mit Kohlenstoffionen mit denen einer herkömmlichen Photonentherapie verglichen. Sie experimentierte mit humanen blutbildenden Stammzellen, da sie in Folge einer Bestrahlung mutieren und Leukämie erzeugen können. Bei ihren Experimenten an der GSI-Anlage stellte sie fest, dass die Veränderungen der Zellen bei Photonen- und Kohlenstofftherapie in gleichem Maße auftreten. Ebenfalls interessant war die Erkenntnis, dass die veränderten Zellen nicht fatal geschädigt waren und weiter ihre Aufgaben erfüllen konnten. Außerdem fand Kraft keine Anzeichen dafür, dass es zu weiteren spontanen Veränderungen kommt. Ihre Promotion reichte die Preisträgerin an der Goethe-Universität Frankfurt ein.

Dr. Ilaria Rinaldi wird für eine physikalisch-technische Arbeit geehrt, die sie am Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) durchführte. Sie erarbeitet zwei neue Verfahren, mit denen der Ionenstrahl während der Behandlung im Gewebe abgebildet werden kann. So ist die Reichweite des Ionenstrahls noch exakter zu kontrollieren. Das Bild ist dabei von guter Qualität, wobei die Strahlendosis minimal bleibt. Rinaldi nutzte bei GSI entwickelte Detektorteile für ihre Messungen. Die Dissertation reichte sie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg ein.

Christoph Schmelzer war Mitbegründer und erster Wissenschaftlicher Geschäftsführer von GSI. An der GSI-Beschleunigeranlage wurden seit 1997 über 400 Patienten mit Tumoren in der Regel im Gehirn mit Ionenstrahlen behandelt. Die Heilungsraten dieser Methode liegen bei über 90 Prozent und die Nebenwirkungen sind sehr gering. Am Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) werden Patienten mittlerweile routinemäßig mit schweren Ionen behandelt. Das Verfahren ist von vielen Krankenkasse anerkannt.

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Die zwei Preisträgerinnen bei der Vergabe.
v. l.: Dr. Hartmut Eickhoff, stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer des Vereins zur Förderung der Tumortherapie mit schweren Ionen e.V., Dr. Daniela Kraft, Dr. Ilaria Rinaldi, Dr. Dieter Schardt, Vereinsvorsitzender, Professor Karlheinz Langanke, GSI-Forschungsdirektor
Foto: Gaby Otto /GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH