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26.09.2013 | GBS-Nachwuchspreis für Thomas Friedrich und Stephanie Hehlgans

Foto: L. Weitz, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Dr. Thomas Friedrich

 

Der Nachwuchspreis der Gesellschaft für Biologische Strahlenforschung (GBS) geht dieses Jahr an den GSI-Physiker Dr. Thomas Friedrich und die Strahlenbiologin Dr. Stephanie Hehlgans vom Uniklinikum Frankfurt. Die Auszeichnung wurde am 25. September 2013 im Rahmen der GBS-Jahrestagung in Darmstadt übergeben. Der Preis wird durch eine GBS-Jury für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der biologischen Strahlenforschung an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die nicht älter als 38 Jahre sein sollten. Beide Wissenschaftler erhielten ein Preisgeld von 750 Euro.

Dr. Thomas Friedrich ist in der GSI-Biophysik tätig und beschäftigt sich mit der biologischen Modellierung von Strahlenschäden. Die Rechenmodelle bilden die komplizierten Vorgänge im Inneren einer Zelle nach. Konkret werden beispielsweise die sehr unterschiedlichen Schädigungen einer Zelle durch Röntgen- bzw. durch Ionenstrahlen modelliert. Durch Abgleich mit Daten aus Experimenten können die grundlegenden Modellannahmen verifiziert und die Modelle verfeinert werden. Langfristig führt dies zu besseren Vorhersagen durch die Modelle, die etwa in der Bestrahlungsplanung bei der Tumortherapie zum Einsatz kommen.

Dr. Stephanie Hehlgans ist an der Klinik für Strahlentherapie und Onkologie des Uniklinikums Frankfurt tätig. Zuvor war sie am OncoRay – National Center for Radiation Research in Oncology in Dresden beschäftigt. Schwerpunkt ihrer Forschungsarbeit ist die Identifizierung  molekularer  Faktoren, die eine Strahlenresistenz von Tumorzellen vermitteln. Hierzu verwendet sie ein dreidimensionales Zellkulturmodell, das eine präzisere Vorhersage der Strahlenantwort des Tumors erlaubt. Diese Arbeiten stellen eine Grundlage für die Entwicklung verbesserter diagnostischer Verfahren  zur Voraussage des Therapieansprechens und der zielgerichteten therapeutischen Hemmung der identifizierten Faktoren zur Re-Sensibilisierung der Tumorzellen dar.


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Dr. Thomas Friedrich
Foto: L. Weitz, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung